1. NÖ Jugendkongreß tagte im St.Pöltner Landhaus

Jugendliche beschlossen Forderungskatalog

St.Pölten (NLK) - Mit den Themen Jugendmitbestimmung, Drogen, Freizeit und Bildung haben sich gestern rund hundert Jugendliche im Rahmen des 1. NÖ Jugendkongresses des NÖ Landtages im St.Pöltner Landhaus auseinandergesetzt. Zunächst berieten die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 19 Jahren diese Themen in einzelnen Arbeitskreisen und formulierten ihre Forderungen und Wünsche. Am Nachmittag wurde über den Forderungskatalag im Plenum beraten, über eingebrachte Abänderungs- und Ergänzungswünsche abgestimmt und schließlich der Forderungskatalog aller vier Arbeitskreise beschlossen. Entsprechend der Geschäftsordnung müssen sich nun die Mandatare in den Ausschüssen mit dem Forderungskatalog auseinandersetzen. "Die Jugend soll die Möglichkeit haben, ohne Bevormundung ihre Anliegen zu artikulieren und zu formulieren", meinte dazu der Präsident der NÖ Landtages, Mag. Edmund Freibauer, der den Vorsitz im Plenum führte. Freibauer will auch in Zukunft verstärkt mit der Jugend zusammenarbeiten. Dazu sei es aber notwendig, deren Wünsche und Anliegen sowie deren Meinung zu kennen. Zu den Beratungen im Plenum waren als Zuhörer neben einer großen Zahl von Abgeordneten des NÖ Landtages sowie Klubobmännern und Fraktionschefs aller im Landtag vertretenen Parteien auch zahlreiche Regierungsmitglieder gekommen.
Nachstehend einige Punkte des Forderungskataloges:

Jugendmitbestimmung
Stärkung der Schulpartnerschaft
Institutionalisierung im Umgang miteinander (z.B. regelmäßige Treffen zwischen Eltern, Lehrern und Schülern)
Einhaltung der bestehenden Rechte der Schüler

Drogen
Keine Diskriminierung der Raucher (Grundsätzlich wird jedoch der Trend zum Nichtrauchen begrüßt)
Bestehendes Jugendgesetz soll in bezug auf Kauf und Konsum von Alkohol strenger kontrolliert werden
Die Einnahmen aus der Tabaksteuer sollen zweckgebunden im Gesundheitswesen investiert werden
Die Gesetzeslage betreffend Cannabisprodukte sollte neu diskutiert und der Besitz und Konsum von derartigen Produkten entkriminalisiert werden

Freizeit
Einbeziehung der Jugendlichen bei der Planung und Errichtung von Freizeiteinrichtungen in den Gemeinden
Die Schule sollte unter anderem mehr wählbare Freigegenstände und mehr gemeinsame Aktivitäten in sportlichen und kulturellen Belangen anbieten sowie die Möglichkeit schaffen, die schulischen Einrichtungen auch in der Freizeit zu nützen
Jugendermäßigungen sollen mindestens bis zum 18. Lebensjahr bzw. bis zum Ende der Ausbildung gelten
Schaffung von mehr Ferienangeboten, wobei diese allgemein zugänglich sein sollen
Anerkennung von Inline-Skating als Fortbewegungsmittel und deren Freigabe in öffentlichen Verkehrsmitteln

Bildung
Mehr Zeit für Vertiefung und Verarbeitung des Lehrstoffes Politische Bildung soll in allen AHS der 7. und 8. Klasse verpflichtend eingeführt werden
Die Schülerzahl in den Klassen soll maximal 20 Personen umfassen Längere Ausbildungszeit in den Berufsschulen
Einmal pro Semester verpflichtende Lehrerfortbildung
Möglichkeit des Schülerstreiks

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