Probleme der Psychiatrie

4. Gugginger Sozialpsychiatrische Tagung

St.Pölten (NLK) - Die soziale politische und ökonomische Situation der Psychiatrie in Österreich wird heute und morgen bei der 4. Gugginger Sozialpsychiatrischen Tagung, die unter dem Motto "Psychiatrie im Aufbruch" steht, diskutiert. Experten beleuchten dabei therapeutische Fragen und die damit verbundenen sozialen Aspekte. 300 bis 400 Teilnehmer aus den einschlägigen Berufsgruppen arbeiten in 20 Workshops verschiedene Problemstellungen aus. Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop meinte heute bei der Eröffnung, die Gesellschaft grenze psychisch Kranke nach wie vor aus. Sie wies darauf hin, daß immerhin ein Viertel der Bevölkerung zumindest einmal im Jahr unter einer psychischen Erkrankung wie Angstpsychosen oder Depressionen leidet. Auch Suchtkranke würden dazugehören. "In Niederösterreich haben wir in der Psychiatrie die Bedürfnisse der Kranken in den Vordergrund gestellt. Mit der Dezentralisierung haben wir erreicht, daß die Kranken stärker ambulant und weniger im Krankenhaus behandelt werden", betonte Prokop. Sie fordert vom Bund und den Sozialversicherungen im Rahmen des Finanzausgleiches für Krankenhäuser einen finanziellen Beitrag zur Umsetzung des NÖ Psychiatrieplanes.

Landesrat Dr. Hannes Bauer erklärte, auch die Politik müsse sich mit psychisch Kranken auseinandersetzen. Die Menschen würden durch die zunehmende Individualisierung immer mehr unter Druck geraten. Bauer: "Die medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisse müssen auch in der Praxis umsetzbar sein." Niederösterreich habe mit der Psychiatriereform den richtigen Weg eingeschlagen.

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