Österreichs Ski-Industrie auf wichtigsten Märkten wieder Nummer 1

Produktion des Vorjahres erstmals wieder steigend - Jeder 2. Ski und jedes 2. Snowboard weltweit kommen aus Österreich

PWK - Die Erfolgskurve in einem für Österreichs Exportwirtschaft wichtigen Wirtschaftszweig zeigt wieder nach oben: Die heimische Ski-Industrie konnte in der vergangenen Saison wieder an bessere Zeiten anschließen. Die Produktionszahlen waren nach den vielen mageren Jahren erstmals wieder steigend. "Insgesamt wurden 1998 rund 2,26 Millionen Paar Alpinski erzeugt, um 3,7 Prozent mehr als im Jahr davor. Davon gehen über 1,7 Mio (rund 80 Prozent) in den Export. Der Weltmarkt stabilisierte sich in einer Größenordnung zwischen 4 und 4,5 Millionen Paar, sodass gut jeder zweite Ski aus Österreich kommt", gab die österreichische Ski-Industrie, beim derzeit stattfindenden "Skiopening" in Kaprun, vor Journalisten bekannt. ****

Auf den wichtigsten Exportmärkten ist Österreich die Nummer Eins. In Deutschland kommt die österreichische Ski-Industrie mit einem Volumen von knapp 300.000 Paar auf 46 Prozent Marktanteil, in Italien auf (33,8 Prozent). In der Schweiz (42,9 Prozent) sind die österreichischen Brettln ebenfalls sehr gefragt. Europa ist mit einem Anteil von über 60 Prozent der wichtigste Skimarkt für Österreich.

In Japan kommen die Österreicher mit etwa 290.000 verkauften Paaren auf 38 Prozent Anteil, was ebenfalls die Marktführung bedeutet. Auch nach der erfolgten Bereinigung ist Japan der größte Einzel-Absatzmarkt für die Skiproduzenten. Allerdings hat sich das Volumen auf etwa 760.000 Paar reduziert. Nach dem Abverkauf der aus der Vergangenheit vollen Läger sei man für die Zukunft aber wieder sehr optimistisch.

Die USA bleiben der einzige große Ski-Markt, wo Österreich traditionell nicht an erster Stelle liegt. Trotzdem wurden dorthin immerhin 230.000 Paar Alpinski verkauft, was einem Anteil von 25 Prozent der Ski-Importe entspricht. In den nächsten Jahren will die österreichische Ski-Industrie versuchen, durch technologische Innovationen die Konkurrenz 'auszubremsen'. Da sich in den USA der Begriff "Carving" nicht so stark durchgesetzt hat, müssen neue Trends forciert werden wie etwa das "Free-Riding", das mehr der amerikanischen Mentalität entspricht. Sowohl die USA als auch Japan werden in den nächsten Jahren von der österreichischen Ski-Industrie verstärkt bearbeitet werden, um dort weiter Marktanteile zu gewinnen.

Die "Carving-Welle" hat sich mittlerweile in Europa und Japan überall durchgesetzt. Ob fürs Slalom-, Tiefschnee-Fahren oder "Fun-Carving" (ohne Skistöcke), für alle Verwendungszwecke bieten die großen Hersteller maßgeschneiderte Produkte mit unterschiedlichen Längen und Taillierungen. In Österreich war 1998 jeder zweite verkaufte Ski ein Carver, dieser Trend wird sich diesen Winter noch verstärken. 70 Prozent des Angebotes in den Sportgeschäften sind Carving-Ski, berichtete die Ski-Industrie.

Der österreichische Markt war 1998 mit etwa einer halben Million Paar steigend, 90 Prozent der Konsumenten greifen zu Erzeugnissen "Made in Austria". Für die kommende Saison könnten sogar 550.000 Paar verkauft werden. Dieser Optimismus fußt vor allem auf der Tatsache, dass in Österreichs Haushalten geschätzte zwei Millionen Paar alte Ski lagern, also ein enormer "Erneuerungsbedarf" besteht. Dank der Innovationen konnte sowohl beim Kunden als auch bei den Händlern wieder das Interesse für neue Modelle geweckt werden. Die Vorbestellungen aus dem Handel liegen daher um satte 20 bis 25 Prozent höher als im Vorjahr.

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