Ederer: Telekommunikation als bedeutender Job-Motor

SPERRFRIST: 17.30 UHR Wien hat sich als Telekom-Standort bewährt

Wien, (OTS) "Es zeigt sich, dass entgegen mancher Befürchtungen die Telekommunikationsindustrie auch in Wien einen entscheidenden Job-Motor darstellt", erklärte Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Mag. Brigitte Ederer anlässlich der Eröffnung eines neuen Kommunikationszentrums der "mobilkom".
25.000 Beschäftigte, das sind 60 Prozent aller in Österreich im Telekom-Sektor Beschäftigten, arbeiten am Standort Wien.

Die Befürchtungen, dass sich die Liberalisierung negativ auf die Beschäftigungssituation auswirken könnte, ist daher nach nur drei Jahren widerlegt. Studien belegen, dass in der gesamten Telekommunikationsindustrie in Österreich 42.000 Menschen beschäftigt sind. Das bedeutet eine Steigerung seit Ende 1995 um 6.000 Arbeitsplätze. Dabei ist hier nur der unmittelbare Telekommunikationsbereich berücksichtigt, d.h. die Telekommunikationsausstatter, die Mobilfunk- und Festnetzbetreiber sowie die Dienstleister, also etwa Internet-Provider. Die
positiven Effekte für den Handel sind in dieser Berechnung noch nicht inkludiert. Allein durch die Mobilkommunikation konnten
6.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Davon befinden sich
bei weitem die meisten, nämlich 4.500 in Wien.****

"Wien hat sich zu dem Telekommunikationsstandort in
Österreich entwickelt. Die hohe Qualifikation der Arbeitskräfte ist dafür ausschlaggebend, dass es für den neuesten Anbieter im Bereich Mobilfunk keine Frage mehr war, ihr Headquarter in Wien zu errichten", zeigte sich Ederer erfreut. Und das, obwohl in anderen Teilen Österreichs andere Förderungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen als in Wien.

Auch europaweit kann sich Wien im Besonderen und Österreich
im Allgemeinen sehen lassen. Nicht zuletzt durch erstklassige Symposien, wie das der "mobilkom" "Visions and wireless society"
am 17. und 18. November, bei dem hochkarätige Experten über weitere Entwicklungspotenziale diskutieren. Im Besonderen aber
durch die hohe Bereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher die Mobilkommunikation anzunehmen und durch den florierenden Wettbewerb in dieser Wirtschaftssparte. Die Studienautoren prognostizieren bis Ende dieses Jahres eine Marktabdeckung von 50 Prozent. Im Vergleich dazu liegt die Marktdurchdringung in Deutschland nur bei 25 Prozent.

Dieser bemerkenswerte Anteil österreichischer Handy-Besitzer verdankt sich im Besonderen einer ausgezeichneten Regulierungspolitik der "Telecom Control", der es gelungen ist,
den Wettbewerb in einer hervorragenden Weise zu stimulieren, was
zu enormen Preissenkungen für die Kunden geführt hat. Die Studie geht davon aus, dass die vergleichsweise geringen Steigerungsraten in Deutschland auf abgestimmte Handlungen der dominanten Betreiber zurückzuführen ist, wodurch günstigere Preise nicht in dem Ausmaß an die Kunden weitergegeben wurden wie in Österreich.

Die Politik hat durch gelungene Akzente zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Jetzt gilt es, die hohe Dynamik der Telekommunikationsbranche in der Bildungspolitik voranzutreiben.
Die entstehenden Arbeitsplätze im Bereich der Telekommunikation liegen vor allem im hoch qualifizierten Bereich. In ganz Europa
ist derzeit ein Mangel vor allem an gut ausgebildeten Software-Entwicklern und Netzwerkspezialisten feststellbar. Jedoch geistern hier wahllos Zahlen von fehlenden Arbeitskräften umher, die einer empirischen Grundlage entbehren. Allein in Wien reichen die Schätzungen verschiedener politischer Akteure von 10.000 bis 30.000.

Um gesicherte Zahlen zu haben, um auf Grund derer politische Maßnahmen zu ergreifen, hat Wien eine Studie in Auftrag gegeben, die derzeit erhebt, wie hoch die Zahl der fehlenden Arbeitskräfte tatsächlich ist. Darüber hinaus wird diese Studie auch Auskunft darüber geben, wie hoch der Bedarf in fünf Jahren sein wird. Nur dadurch können die notwendigen Schritte in der Ausbildung gesetzt werden.

"Die nächsten großen Ziele in Wien sind damit vorgegeben: ein Standortvorteil Wiens ist immer die hohe Qualifikation der Arbeitskräfte gewesen. In der Telekommunikation wollen wir diesen Vorsprung weiter ausbauen. Darauf wird in den nächsten Jahren ein klarer Schwerpunkt liegen", schloss Ederer. (Schluss) sto

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