Bösch: "Road-Pricing ist elektronisches Raubrittertum!"

"Bürger der Rheintalgemeinden dürfen nicht übergangen werden!"

Wien, 1999-11-04 (fpd) - "Die Einführung eines kilometerabhängigen Mautsystems für LKW wird die Unternehmen sicherlich nicht dazu bewegen den Gütertransport auf die Bahn zu verlegen, sondern führt infolge der Preisweitergabe an den Konsumenten zu einer massiven Neubelastung der Bürger und einer neuen PKW-Maut", meinte heute der freiheitliche Abg. Dr. Reinhard E. Bösch. ****

Die Kosten des LKW-Verkehrs hätten sich in den letzten 20 Jahren vervielfacht und trotzdem habe die Schiene relativ zur Straße verloren. Dies sei die Auswirkung einer miserablen Verkehrspolitik, die es in vielen Jahren nicht geschafft habe, eine entsprechende Infrastruktur für die Auslagerung des LKW-Straßenverkehrs auf die Schiene zu gewährleisten. Das "Road-Pricing" diene, so Bösch, nur zur Sanierung der hochverschuldeten ASFINAG.

Angewiesen, sei die ASFINAG auf Mehreinnahmen mit Sicherheit nicht, da die Verkehrsteilnehmer in Österreich laut einer ÖAMTC-Berechnung ca. 77 Milliarden Schilling mehr bezahlen, als ausgegeben werde. Indiskutabel sei auch die Vorgangsweise der ASFINAG, wenn sie versuche die Genehmigung einer Mautstelle im mittleren Rheintal mit dem Bau der zweiten Amberg-Tunnelröhre zu junktimieren, so Bösch weiter.

Über die Köpfe der betroffenen Menschen hinweg eine Mautstelle errichten zu wollen, ohne sich um die Belastungen der Rheintalgemeinden durch den massiven Maut-Umgehungsverkehr zu scheren, erinnere ihn, Bösch, an einen Uraltzentralismus sozialistischer Prägung, der schon längst überwunden schien.

"Die Freiheitlichen sprechen sich nach wie vor gegen das sogenannte "Road-Pricing" aus , da es eine veraltete undurchdachte Husch-Pfusch-Aktion der Bundesregierung ist, die einzig und allein in einer Wettbewerbsverzerrung für die Wirtschaft und einer erneuten Schröpfung der Konsumenten endet", schloß Bösch. (Schluß)

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