Povysil: Medizinstudium in Linz ist erster Teilerfolg

Freiheitliche Anträge und Anfragen in Bund und Land haben Entscheidungen beschleunigt

Wien, 1999-11-03 (fpd) - Die freiheitliche Gesundheitspolitikerin Prim. Dr. Brigitte Povysil begrüßte heute das in Linz neugeschaffene Medizinstudium mit Praxisnähe und engeren Kontakt zum Patienten. Dies sei der 1. Schritt einer von den Freiheitlichen geforderten Medizinerausbildungsreform, doch es "bleibt noch viel zu tun". ****

Die seinerzeitigen freiheitlichen Anträge (z.B. 390/A(E)) und Anfragen (z.B. 1863/J, 6643/J) zu diesem wichtigen Themenkreis wurden von SPÖVP und Grünen abgelehnt. Nun scheine man sich doch besonnen zu haben und habe Teile der geforderten Maßnahmen endlich umgesetzt, erklärte Povysil.

In der Presse hieß es bereits, daß das Medizinstudium überholt und praxisfern sei und Österreichs Studium in den USA nicht mehr anerkannt werde. 1997/98 gab es ein Plus von 2501 Medizinstudenten in Österreich. In Österreich gebe es 18.803 Studenten, in Deutschland, das die zehnfache Bevölkerung habe, nur 10.000 Studenten, wobei eine Senkung auf 6.000 geplant sei. In den USA mit der dreißigfachen Bevölkerung gebe es 173.000 Studenten, in der Schweiz 615. Wien bildete 1996 mit rund 664 fertigen Ärzten mehr als Harvard und Stanford aus. Kosten von "Zwischenlagern" der Studenten, die nicht gebraucht werden, werden mit 1,5 Milliarden Schilling pro Jahr beziffert, zitierte Povysil aus fundiertem Zahlenmaterial.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Der Zugang zur Ausbildung muß frei bleiben, allerdings müssen folgende Prämissen eingeführt werden:

Eignungstest - care-in Praktikum

Studieneingangsphase FIP (formative integrierende Prüfung im I. Semester)

ab Klinikum: ärztliche Tätigkeit unter Aufsicht (Ausbildung in Arzt-Patient-Kommunikation, Ausbildung und Lehre in klinischer Fähigkeit und Fertigkeit in Pflichtfamulaturen an Uni und affilierten Lehrkrankenhäusern)

Prüfung für Turnusarzt und Facharzt zur Ausübung für selbständige berufliche Tätigkeit.
Sei es praktischer Arzt oder Facharzt, jeder muß eine in ganz Österreich einheitliche Abschlußprüfung vor einem Expertenteam ablegen und nicht nur das "Zeugnis" des Abteilungsleiter als Befähigungsnachweis haben.

"Nur so können wir für unsere Auszubildenden die Voraussetzungen schaffen, um für die Patienten das Beste geben zu können", schloß Povysil. (Schluß)

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