Haubner: Rückgang beim Karenzgeld: Armut ist noch immer überwiegend weiblich

Anpassung seit 1996 nicht mehr erfolgt!

Wien, 1999-11-03 (fpd) - Angesichts der jüngsten Daten des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger machte heute die oberösterreichische Frauenlandesrätin und Bundessprecherin der Initiative Freiheitliche Frauen Ursula Haubner darauf aufmerksam, "daß Armut nach wie vor überwiegend weiblich ist." Die heute veröffentlichten Daten stellten der Bundesregierung in der Frauen-und Familienpolitik ein Armutszeugnis aus. ****

"Nicht nur, daß das Karenzgeld seit 1996 nicht mehr angepaßt wurde, ging auch die Zahl der Karenzgeldbezieher von Jänner 1997 bis September 1999 um satte 30,2 Prozent zurück und bestätigt eindeutig das Versagen der Bundesregierung. Die Bundesregierung macht damit eine Politik auf dem Rücken der sozial Schwachen, wie das die letzten Belastungspakete beweisen", so Haubner.

Als Gründe für den dramatischen Rückgang der Karenzgeldbezieher nannte Haubner die bereits von der Regierung verkürzte Karenzzeit, der rasche Wiedereinstieg der Frauen aus Angst vor der Arbeitslosigkeit sowie den Geburtenrückgang in unserem Land.

Waren es im Dezember 1994 noch 122.400 Karenzgeldbezieherinnen, so sank die Zahl auf 77.976 im September 1999. "Angesichts dieser alarmierenden Daten geht eindeutig hervor, daß das derzeitige Karenzmodell den Frauen keinerlei Wahlmöglichkeit läßt. Einzige Alternative dazu ist der von den Freiheitlichen geforderte Kinderscheck", so Haubner, die die sofortige Anpassung des Karenzgeldes forderte. "Andere Bevölkerungsschichten - wie etwa die Gruppe der Senioren - haben starke Vertreter, die eine Nichtanpassung seit 1996 sicherlich nicht stillschweigend geduldet hätten. Aufgabe der neuen Regierung muß eine verantwortungsvolle Frauen- und Familienpolitik sein", schloß Haubner. (Schluß)

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