Borealis verkauft das Hamburger Compoundwerk an RECO GmbH

Wien/Lyngby (OTS) - Borealis, Europas größter und weltweit der viertgrößte Polyolefinhersteller (Kunststoffe), hat gestern das Produktionswerk in Norderstedt nördlich von Hamburg verkauft. Neuer Eigentümer des Werkes mit einem Volumen von 32,000 t/a ist die RECO GmbH. RECO gehört Rüdiger Ehrenberg, der bis 1995 Geschäftsführer in Norderstedt war. Die neue Gesellschaft wird unter dem Namen PolyComp tätig werden.

Im April hatte Borealis angekündigt, das Compoundwerk zum Ende des Jahres 2000 schließen zu wollen, da es auf lange Sicht nicht in die Strategie des Konzerns passe. Mit der Entscheidung, die Geschäftstätigkeit in Norderstedt einzustellen, ist es Borealis möglich, sich auf die Aktivitäten in Werken mit integrierter Rohstoffversorgung zu konzentrieren und damit die Wettbewerbsfähigkeit im Sektor der technischen Anwendungen zu erhöhen.

Staffan Lennström, Executive Vice President, Performance Products Division, meint dazu: "Die Tatsache, dass Rüdiger Ehrenberg das Produktionswerk übernimmt ist eine sehr positive Entwicklung für die Beschäftigten in Norderstedt. Deren Orientierung an Qualität und Service hat Borealis unterstützt, führend im Markt der Kunststoffe für technische Anwendungen tätig sein zu können. Norderstedt hat eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Compoundgeschäftes der Borealis gespielt und allen Mitarbeitern gebührt dafür unser Dank."

Rüdiger Ehrenberg war ab Mitte der achtziger Jahre mit dem Aufbau des Borealis Werkes betraut. Er verließt den Konzern vor vier Jahren und war in einer anderen Branche tätig. Vom 1. Januar 2000 an wird er das neue Unternehmen führen. Die gesamte Belegschaft von vierzig Beschäftigten wird zu unveränderten Konditionen übernommen.

Dazu teilt Angela Löw, Vorsitzende des Betriebsrates, mit: "Wir waren überzeugt, dass im Werk in Norderstedt außerordentlich gut gearbeitet wird. Diese Einschätzung wurde mit dem jetzt erfolgreich abgeschlossenen Verkauf bestätigt. So sind wir natürlich froh, mit dieser Nachricht die Zukunftsängste unserer Kollegen beenden zu können. Wir hatten in den letzten Wochen intensive Verhandlungen, in denen auch der Betriebsrat in einer vorbildlichen Weise eingebunden war. Alle Beteiligten, also sowohl Rüdiger Ehrenberg als auch Borealis (als bisheriger Eigentümer), haben in ungewöhnlich engagierter Weise die Belangen und Interessen der Mitarbeiter und eine solide wirtschaftliche Grundlage der neuen Unternehmung in den Mittelpunkt der Überlegungen gestellt und vertraglich abgesichert."

Staffan Lennström führt weiter aus: "Als einen wesentlichen Teil des Verkaufs hat Borealis die Verpflichtung übernommen, für zumindest drei Jahre im neuen Werk in Hamburg produzieren zu lassen. Dies wird zum einem die Auslastung im Norderstedter Werk sichern, zum anderen die anstehende Verlagerung der Produktion nach Österreich, Belgien, Finnland und Italien unterstützen. Aus dieser Verlagerung werden sich keinerlei nachteiligen Wirkungen auf unsere Kunden ergeben."

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