Hostasch: 35.000 mehr Beschäftigte als im Vorjahr - Positive Entwicklung setzt sich fort-

Um 25.891 Arbeitslose weniger als im Oktober 98

Wien, 3. November 1999 (BMAGS).- Bundesministerin Lore
Hostasch gab heute die Beschäftigungs- und Arbeitsmarktdaten für Oktober 1999 bekannt. Demnach lag die (vorläufige) Zahl der unselbständig Beschäftigten mit 3,132.334 (1,780.514 Männer und 1,351.820 Frauen)um beachtliche 35.455 (+1,14%) über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Arbeitslosigkeit lag Ende Oktober mit 194.213 betroffenen Personen um 25.891 (-11,8%) unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Das ist der bisher größte Rückgang im Verlauf des heurigen Jahres.****

Frauen profitieren vom Rückgang der Arbeitslosigkeit

Bei den Frauen ging die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr etwas deutlicher als bei den Männern, nämlich um 14.219 bzw. 12,6% auf 98.790 zurück. Die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Männer betrug 95.423, das bedeutet ein Minus von 10,9% oder 11.672 Personen.

Ende Oktober 1999 hatten von den 194.213 arbeitslos gemeldeten Personen 37.798 eine Einstellungszusage. D.h. rund 19,5% aller registrierten Arbeitslosen hatten eine verlässliche Zusicherung zum (Wieder-) Eintritt in ein Beschäftigungsverhältnis.

In regionaler Hinsicht spiegelte sich die positive Entwicklung
der Arbeitslosigkeit auch in allen Bundesländern: Besonders in Wien verzeichneten die regionalen Geschäftsstellen eine deutliche Entlastung des Arbeitslosenregisters. Insgesamt sank dort die Arbeitslosigkeit um 9.324 bzw. 13,4% auf 60.161. Neben Wien war
auch die Steiermark (-4.610 bzw. -14,3%) maßgeblich an der günstigen Entwicklung beteiligt.

Altersarbeitslosigkeit rückläufig

Wie bereits im Vormonat sank die Arbeitslosigkeit im Vergleich
zum Vorjahr in allen Altersgruppen. Bei den unter 25jährigen Ende Oktober 1999 waren um 6.230 oder 17,4% weniger zu verzeichnen (insgesamt 29.473). Auch im Haupterwerbsalter (25 bis 49 Jahre) war ein kräftiger Rückgang zu vermerken (-18.310 bzw. -13,4%). Der Rückgang bei den über 50jährigen kam durch eine Verbesserung bei Personen zwischen 50 und 55 Jahren (-2.556 bzw. -9,5%) zustande, lediglich bei den über 55jährigen war ein Anstieg von 1.205 (+5,8%) zu verzeichnen.

Lehrstellenmarkt weiter entspannt

Ende Oktober 1999 standen 4.306 (1.912 Burschen und 2.394
Mädchen) sofort verfügbare Lehrstellensuchende 2.243 sofort besetzbaren offenen Lehrstellen gegenüber. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Lehrstellensuchenden um 1.728 (-28,6%). Die Zahl der Lehrstellen stieg um +225 (+11,1%).

Für einen späteren Antritt einer Lehrstelle waren 2.296 Jugendliche vorgemerkt. Diese Zahl beinhaltet auch Teilnehmer/Innen an Maßnahmen gemäß Jugendausbildungssicherungsgesetz (JASG). Im Verlauf des Oktober 1999 wurden 2.963 Lehrstellensuchende vermittelt. 2.407 Jugendliche meldeten sich im selben Zeitraum lehrstellensuchend.

Stellenangebot expandiert unvermindert

Ende Oktober 1999 lag die Zahl der bei den regionalen Geschäftsstellen gemeldeten offenen Stellen bei 33.928. Im Vorjahresvergleich waren dies um +10.738 oder 46,3% mehr, was den größten Stellenzuwachs im heurigen Jahresverlauf bedeutet.

Arbeitslosenquoten

Nach den von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen
Union in Luxemburg errechneten Arbeitslosenquoten, ergab sich für Österreich (im August 1999 - letztverfügbarer Wert) eine vergleichbare Arbeitslosenquote von 4,3%.

Seit Jänner sinkt die Arbeitslosenquote sukzessive (ausgehend
von 4,6%), was die gute Lage Österreichs im internationalen Vergleich weiter festigt. Die Europäische Union (EU-15) verzeichnete eine mehr als doppelt so hohe Arbeitslosenquote
(9,3%). Der regionale Problemdruck der Arbeitslosigkeit war innerhalb der 15er-Gemeinschaft zuletzt in Spanien (15,7%), Italien (12,0%), Frankreich (11,0%) und Finnland (9,9%) am höchsten.

Die nationale Registerarbeitslosenquote, die anhand der
vorläufigen Beschäftigtenzahlen berechnet wird, lag mit 5,8% um 0,4% unter dem Vorjahreswert.

Die Arbeitslosenquote Jugendlicher (unter 25 Jahren) lag Ende
August 1999 in der EU bei 18,3%. Mit einer vergleichbaren Arbeitslosenquote von 5,7% rangierte Österreich im europäischen Vergleich an vorderster Position.

(schluss)

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