AK Wien warnt vor Firma DESCO

Pyramidenspiel "DESCO" tarnt sich als Seminarvermittlungsagentur

Wien (OTS) - Die AK warnt vor der Firma DESCO. Offiziell
bezeichnet sich dieses Unternehmen als Seminarvermittlungsagentur. Im Handelsgericht Wien wurde die Firma DESCO bereits als Pyramidenspiel enttarnt. Und trotzdem: In letzter Zeit häufen sich die Anfragen und Beschwerden bei der AK. Ständig werden neue Mitglieder geworben und zu hohen Zahlungen gedrängt. Die AK rät: Finger weg von DESCO! Die AK hat den Fall bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.****

DESCO wirbt vor allem junge Mitspieler an. Riesige Gewinne binnen kurzer Zeit werden versprochen - und das alles für einen Einsatz von "nur" insgesamt 35.880 Schilling. Unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit werden hauptsächlich im Bekannten- und Freundeskreis Personen geködert, die wiederum bereit sind, neue Mitspieler - mit deren Einsatz - anzuwerben. Für jeden Teilnehmer, den man ins Spiel bringt, erhält man Provisionen. Am Umsatz des neuen Mitarbeiters ist man ebenfalls beteiligt.

Die Arbeiterkammer warnt vor dieser Firma. Es ist bekannt, mit welchen Methoden DESCO arbeitet: Die speziell geschulten Anwerber prahlen vor allem vor jungen Leuten mit ihren angeblichen Super-Verdiensten. Potentiellen Mitspielern wird vorgegaukelt, dass man bei DESCO sehr schnell sehr viel Geld machen kann. Nachdem die "Keiler" den "Umworbenen" neugierig gemacht haben und dieser nun selbst bei der Firma arbeiten will, rufen sie dort an und es wird ihnen gesagt, dass im Prinzip keine Stelle mehr frei ist. Aber da der neu geworbene so ein guter Freund oder eine gute Freundin ist, könne man doch noch was machen und der- oder diejenige wird für die nächste Info-Veranstaltung eingeladen. Fragen darf der ‚Neueinsteiger‘ vorerst keine haben. Und eine richtige Darstellung, was die Firma DESCO macht, bekommt er natürlich auch nicht.

Laut Berichten von Geschädigten werden Neugeworbene, die das einzusetzende Kapital nicht sofort bei der Hand haben, von DESCO-Leuten sogar auf die Bank begleitet. Falls das nötige Geld nicht am Konto ist, gaukelt man den Bankangestellten vor, dass man einen Kredit braucht, da man zB einen Wasserrohrbruch hatte und den Installateur zahlen muss oder eine neue Wohnungseinrichtung benötige. Nachdem man im Vertrag bereits drinnen hängt, wird an speziellen Trainingstagen darüber aufgeklärt, mit welchen Mitteln man Bekannte oder Freunde werben soll. Der neue Mitarbeiter wird angehalten sich Prospekte über Autos oder Häuser zuzulegen und im Bekanntenkreis zu erzählen, was er oder sie sich alles leisten kann.

Pyramidenspiele sind in Österreich seit dem 1. März 1997 gesetzlich verboten. Seitdem versuchen sich die Betreiber derartiger Spiele zu tarnen. In diesem Fall als Seminarvermittlungsagentur. Ein entsprechendes Gerichtsverfahren ist bereits anhängig. Die Arbeiterkammer warnt eindringlich vor DESCO.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Presse
Bernhard Torsch
Tel.: (01)501 65-2347

AK Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW/AKW