Rechtzeitig impfen!

Wien (OTS) - Knapp 600 Tote hat in den fünziger Jahren die letzte Kinderlähmungsepidemie in Österreich gefordert. Seit 15 Jahren gilt die Kinderlähmung in Österreich als ausgerottet. Zu verdanken ist dies der Schutzimpfung. ”Impfungen bieten den wirksamsten Schutz vor Krankheiten wie Diphterie, Tetanus oder Kinderlähmung”, erklärt Dr. Heinz Peter Slatin vom Österreichischen Roten Kreuz. ”Infektionskrankheiten werden oft unterschätzt. Schwere Komplikationen, Dauerschäden oder sogar der Tod können Folgen sein.”

Durch Impfungen lassen sich diese Risiken weitgehend ausschließen. ”Während Erwachsene darauf achten sollten, den Impfschutz rechtzeitig aufzufrischen, sollten Kinder möglichst früh geimpft werden”, so Slatin. ”Ein Impfplan für Kinder findet sich im Mutter-Kind-Paß. Impftermine sollten aber generell mit dem Hausarzt abgesprochen und im Impfplan verzeichnet werden.”

Folgende Impfungen und Termine werden empfohlen: Ab dem 3.Lebensmonat drei Teilimpfungen gegen Tetanus, Diphterie, Keuchhusten, Haemophilus influenzae b (ein Keim, der eitrige Hirnhautentzündung auslösen kann), Kinderlähmung sowie eine Impfung gegen Hepatitis B. Ab dem 14.Lebensmonat sollte die erste Masern-Mumps-Röteln-Impfung erfolgen. Vom 15. bis zum 18.Lebensmonat ist eine Auffrischungsimpfung gegen Diphterie, Tetanus, Keuchhusten, Haemophilus influenzae b und Kinderlähmung empfohlen. Zum Schulanfang sollten die Impfungen gegen Kinderlähmung und Diphterie-Tetanus aufgefrischt werden und die zweite Masern-Mumps-Röteln-Impfung erfolgen. Im Alter von 12 Jahren folgt die Impfung gegen Hepatitis B, ein Jahr später die Rötelnimpfung für Mädchen. Im Alter von 14 oder 15 Jahren sollte dann der Schutz gegen Kinderlähmung und Diphterie-Tetanus aufgefrischt werden.

”Schwangere sollten sich nicht impfen lassen, außer es ist unbedingt notwendig”, so Slatin. ”Infektionskrankheiten während einer Schwangerschaft können das ungeborene Kind schädigen oder zu Fehlbildungen führen. Mädchen sollten daher vor dem Erreichen des gebärfähigen Alters alle erforderlichen Schutzimpfungen haben.”

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