0,4 zu 3,3 das ist soziales Unrecht ! Linksgewerkschafter: "Aus der Geschichte lernen ..."

Wien (OTS) - . Die nun vom Beirat empfohlene Pensionserhöhung von 0,4 Prozent stellt einen sozialpolitischen Skandal dar. Im Nettoergebnis würde das eine Entwertung der Pensionen, also einen realen Einkommensverlust für die ältere Generation bedeuten, der durch nichts gerechtfertigt ist. Der Gewerkschaftliche Linksblock im ÖGB (GLB) wendet sich an die Seniorenverbände, an den ÖGB und die Arbeiterkammern mit der Aufforderung, als Interessensorganisationen unverzüglich wirksam zu werden und diesen Anschlag auf die Pensionen zu Fall zu bringen. "Sicher ist die Empfehlung noch nicht das Ergebnis, aber wie es aussieht, ist die Politik geneigt, auf Kosten der älteren Generation ihr Budgetschlamassel zu sanieren. Weiß man, daß sich die Damen und Herren PolitikerInnen selbst über eine sogenannte Automatik 3,33 Prozent zugestanden haben und allein die Erhöhung für die Regierungsmitglieder monatlich mehr ausmacht, als viele Menschen überhaupt Pension bekommen, dann wird die Angelegenheit vollends zum Skandal", meint der Vorsitzende des GLB, Manfred Groß. Er verlangt eine Pensdionserhöhung, die im Ergebnis einen Realzuwachs ergibt und auch die günstigen Wirtschaftsdaten berücksichtigt.

GLB-Vorsitzender Manfred Groß: "Im übrigen möchte ich die Berechnung der Geldentwertung in Frage stellen. Die Inflation liegt real sicher höher, als dies im Index ausgewiesen wird. Dazu kommt, daß die Einkommen der PensionistInnen nicht vom Wirtschaftswachstum abgekoppelt werden dürfen, da sie einen nicht unwesentlichen Kaufkraftfaktor darstellen!".

Unter Hinweis auf die schwachen Lohn- und Gehaltsrunden und die Ablehnung der Forderungen für die öffentlich Bediensteten sowie den drohenden Realeinkommensverlust bei den Pensionen vertreten die Linksgewerkschafter die Auffassung, daß die Interessensvertretungen endlich kräftig auf den Tisch hauen sollten, um nicht vollends unglaubwürdig zu werden. "Die Politik lernt offenbar nichts aus ihren Debakeln und versteht nur die Sprache der direkten Konfrontation. ÖGB, AK und auch die Seniorenverbände wären gut beraten, wenn sie den Regierenden und den Wirtschaftsverbänden endlich ihre Grenzen zeigen. Es geht nicht länger an, daß kleinen Leute die Zeche für eine verfehlte Haushaltspolitik und für die unstillbare Gier der Aktionärswirtschaft zahlen. Wenn den arbeitenden Menschen und den PensionistInnen der ihnen zustehende Anteil am wirtschaftlichen Erfolg vorenthalten wird, während die Finanzspekulation und die Privilegienwirtschaft immer neuen Höhepunkten zustreben, dann werden langsam aber sicher gesellschaftliche Zustände heraufbeschworen, wie wir sie aus finsteren Vorzeiten kennen! Manche Verantwortliche aus Politik und Wirtschaft haben nichts aus der Vergangenheit gelernt”, sagt GLB-Vorsitzender Manfred Groß: "Wer den Zusammenhang zwischen sozialem Unrecht und Rechtsextremen Tendenzen übersieht, macht sich schuldig und sollte keinen Platz in verantwortlichen Positionen haben!".

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