LR Bauer: Selbsthilfegruppen - wichtige Partner in der Gesundheits- und Sozialpolitik

St. Pölten, (SPI) - "Selbsthilfegruppen sind wichtige Partner der Gesundheits- und Sozialpolitik. Sie bieten vielen Menschen und ihren Angehörigen in schwierigen Lebenssituationen wertvolle Unterstützung und Beratung. Ich erachte es daher für wichtig, den in Selbsthilfegruppen engagierten Menschen einerseits ein umfassendes Serviceangebot zu bieten, andererseits den Selbsthilfegruppen selbst jede mögliche moralische und materielle Unterstützung des Landes anzubieten, die sie benötigen", so der nö. Gesundheitslandesrat Dr. Hannes Bauer anlässlich der heute vom Niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds und dem Fonds Gesundes Österreich durchgeführten Selbsthilfetagung "Der NÖ Dachverband - Aufbruch ins 21. Jahrhundert" im Leopoldsaal des NÖ Landhauses.****

Eine kürzlich vom "Fonds Gesundes Österreich" unter dem Titel "Selbsthilfe in Österreich" fertiggestellte Studie untermauert die Bedeutung der Selbsthilfeorganisationen. Allein im Gesundheitsbereich existieren österreichweit über 1.000 Selbsthilfeorganisationen und -gruppen. Durchschnittlich vergehen fünf Jahre, ehe sich Betroffene zur Selbsthilfe entschließen, wobei Diabetiker am längsten zögern. Die Beweggründe, einer Selbsthilfe-Gruppe beizutreten, sind die Verzweiflung und das Alleinsein nach der Diagnose, das Bedürfnis, Hilfe zu erhalten und selbst helfen zu können, sowie der Wunsch, andere Betroffene kennen zu lernen und mit diesen Erfahrungen und Informationen auszutauschen. Folglich wird auch die meiste Zeit in Gruppengespräche investiert. Auch das Einholen von Expertenmeinungen steht im Vordergrund, während gemeinsame Freizeitaktivitäten kaum von Bedeutung sind, heißt es in der Studie.

Nicht immer sind es Kranke, die Selbsthilfe in Anspruch nehmen. Auch Angehörige nehmen diese Form verstärkt in Anspruch. Kranken verschafft die Teilnahme neues Selbstbewusstsein, da sie mehr über ihre Leiden und Behandlungsmöglichkeiten erfahren, nach einiger Zeit weniger Angst vor ihrer Krankheit haben und gegenüber den Ärzten selbstsicherer auftreten. "Niederösterreich will den Selbsthilfeorganisationen und dem Dachverband verstärkt "unter die Arme greifen". Erstmals gibt es dieses Jahr einen Vorschlag, aus meinen Sondermitteln eine finanzielle Unterstützung zu gewähren. In den kommenden Budgetverhandlungen beabsichtige ich, die Interessen der Selbsthilfeorganisationen mit entsprechendem Nachdruck einzubringen. Es soll allerdings nicht bei der finanziellen Unterstützung enden - ein besonderer Schwerpunkt liegt auch in der Hilfestellung bei der Gründung von neuen Initiativen, bei der Unterstützung von Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie beim Aufbau von Kontaktstellen und Dachverbänden", so der stellvertretende Vorsitzende des NÖGUS, Landesrat Dr. Hannes Bauer.

"Die vom Fonds "Gesundes Österreich" präsentierte Studie zeigt, dass die Selbsthilfegruppen eine wichtige Funktion innerhalb unseres Gesundheitswesens innehaben und dass ihre Arbeit erfolgreich ist. Finanzielle Unterstützung, funktionierende Kommunikationsstrukturen und ein umfassendes Service sind wichtige Voraussetzungen für die Angebote der Selbsthilfegruppen - für die Betroffenen ebenso wie für deren Angehörige. Als NÖ-Gesundheitslandesrat ist es mir daher ein besonderes Anliegen, die wertvolle Arbeit der Selbsthilfegruppen im Rahmen meiner Möglichkeiten umfassend zu unterstützen und mitzuhelfen, einerseits die Leistungen in das gut funktionierende niederösterreichische Gesundheitswesen zu integrieren, andererseits aber auch die individuelle und unabhängige Drehscheibenfunktion der Selbsthilfegruppen außerhalb der gesetzlichen Strukturen zu fördern", so Bauer weiter.

"Abschließend sei es mir gestattet, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Selbsthilfegruppen und den vielen ehrenamtlichen Funktionärinnen und Funktionären meinen herzlichen Dank und die Anerkennung des Landes Niederösterreich auszusprechen. Die Selbsthilfegruppen sind nicht nur Institutionen wie viele andere, sie sind vielmehr eine Institution der ”Mit-Menschlichkeit” und des gesellschaftlichen Verantwortungsbewusstseins in unserem Land. Dafür darf ich als zuständiger Landesrat den herzlichen Dank des Landes aussprechen und zugleich für die Zukunft alles Gute wünschen”, so LR Dr. Hannes Bauer abschließend.
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