Stadt- und Landesarchiv ab 2001 im Gasometer

Wien, (OTS) Das Wiener Stadt- und Landesarchiv bezieht ab März 2001 neue, großzügige Räumlichkeiten im Gasometer D in Erdberg. Im Rahmen des Stadterneuerungsprojekts Gasometer erhält das Archiv ein Quartier, das allen Anforderungen in bester Weise gerecht wird. Auf rund 12.000 Quadratmetern Fläche (ohne Verkehrsflächen) werden genügend Depoträume für die nächsten Jahrzehnte, Büroräumlichkeiten, Benützerräume, ein Vortragssaal, Ausstellungsraum, Lesesaal etc. Platz finden. Mit dem Bau im Gasometer "übersiedeln" nicht nur die bisher im Rathaus gelegenen Archiv-Räumlichkeiten nach Erdberg, sondern auch die über die ganze Stadt verstreuten Depot-Orte. Damit werden sich sämtliche Archiv-Bestände unter einem Dach befinden. Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist durch die U3 gewährleistet, der Nutzungsmix in den Gasometern mit Wohnungen, Büros, Geschäften und Veranstaltungsorten sorgt für die entsprechende Einbindung des Archivs in das urbane Leben.

Kulturstadtrat Peter Marboe, der das Projekt am Freitag gemeinsam mit dem Direktor des Stadt- und Landesarchivs Ferdinand Opll, Architekt Wilhelm Holzbauer und Dir. Ewald Kirschner, Gesiba, der Öffentlichkeit präsentierte, verwies auf die Bedeutung des Archivs als Gedächtnis der Stadt, wie auch als Kommunikationsort und Ort wissenschaftlicher Arbeit. Mit der Ansiedlung im Gasometer sei das Archiv in ein großartiges städtebauliches Projekt integriert, das in idealer Weise Alt und Neu kombiniere.****

Das Stadt- und Landesarchiv kann auf Bestände bis ins 13. Jahrhundert zurück verweisen, darunter alte Stadtrechtsprivilegien (ab 1296), die ältesten Rechnungsbücher der Stadt (ab 1424) oder auch auf das Originaltestament Beethovens oder Originalpläne von Otto Wagner. Insgesamt verfügt das Archiv über Akten, Bücher, Dokumente, Handschriften, Pläne und Urkunden im Gesamtumfang von 35.000 Laufmetern, wobei pro Jahr ca. 1000 Laufmeter dazukommen.

Die Besucherfrequenz des Archivs beträgt derzeit ca 6.000 Benützertage pro Jahr, weiters werden auch tausende telefonische und schriftliche Anfragen durch das Archiv erledigt. Mit Publikationen und Ausstellungen leistet das Archiv wissenschaftliche Arbeit und bietet Information für die breitere Öffentlichkeit. Für die gesamte Arbeit des Archivs ergeben sich mit den neuen Räumlichkeiten im Gasometer beste Bedingungen. Das Archiv verfügt ab 2001 über drei geschlossene Untergeschosse, die allein Depotzwecken dienen und drei Geschosse - über der zweistöckigen, alle Gasometer durchziehenden "Mall" -, die für Büros, Kommunikation, Besucherbetrieb etc. gewidmet sind. Die Baukosten betragen 295 Millionen Schilling, wobei die Stadt Wien der Gesiba bereits 280 Millionen Schilling bereits überwiesen hat. Mit den durch diese Überweisung ermöglichten Veranlagungserträgen erzielt die Gesiba die restlichen 15 Millionen. (Schluss) gab

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