Hecht: Liberale lehnen Gehrers Konzept für ein Haus der Geschichte ab

Liberaler Appell an den neu zusammengesetzten Nationalrat, sich für das Palais Epstein stark zu machen

Wien (OTS) "Das von Unterrichtsministerin Gehrer angestrebte Projekt eines Hauses der Geschichte ist zu breit konzipiert und läuft daher Gefahr, nur eine oberflächliche Präsentation der jüngeren österreichischen Geschichte zu werden.", kritisierte heute Gabriele Hecht, Klubvorsitzende des Wiener Liberalen Forums. Das im Rahmen einer Machbarkeitsstudie präsentierte Konzept verfehle die Kernidee eines Hauses der Toleranz, wie es von den Liberalen seit langem gefordert wird. "Es geht um die Auseinandersetzung mit der Schuldfrage und um die Aufarbeitung der Umstände, die Menschen zu Mittätern, zu Wegschauenden und zu Gleichgültigen machen", so Hecht. Gerade nach diesem Nationalratswahlkampf müsste allen politisch Verantwortlichen klar sein, dass dringend eine verstärkte Auseinandersetzung mit unserer jüngsten Geschichte notwendig sei.

Das von den Liberalen geforderte Haus der Toleranz soll nicht nur Museum, sondern auch Ausbildungs- und Forschungsstätte sein. Es soll Wissen über die Umstände und Entwicklungen, die zur systematischen Vernichtung des europäischen Judentums geführt haben, vermitteln und das Gedenken an die Opfer aufrechterhalten. "In einem Learning Center sollen vor allem SchülerInnen und Jugendliche die Möglichkeit haben, sich interaktiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen", so Hecht.

Als Ort für das Haus der Toleranz wünschen sich die Wiener Liberalen das Palais Epstein. Gabriele Hecht appellierte daher an den mit heute neu zusammengesetzten Nationalrat, den in der letzten Legislaturperiode gefällten Beschluss, das Palais Epstein zur Beamtenburg zu machen, zu überdenken und dieses historisch am besten geeignete Gebäude als Haus der Toleranz zur Verfügung zu stellen.

Das Haus der Toleranz müsse so rasch wie möglich realisiert werden. "Das sind wir den Opfern des Holocaust schuldig", so Hecht abschließend.

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