Sparkassenverband präsentiert Vorschläge für Wirtschafts- und Finanzstandort Österreich

Wien (OTS) - Den heutigen Tag habe man aus zwei Gründen zur Präsentation der Anforderungen eines wettbewerbsfähigen Wirtschafts-und Finanzstandortes Österreich ausgewählt, erläuterte Mag. Christian Domany, Generalsekretär des Österreichische Sparkassenverbandes, im Rahmen einer Pressekonferenz: "Aus Anlaß des 75jährigen Jubiläums des Weltspartages sowie der heute stattfindenden konstituierenden Sitzung des Nationalrates, wollten wir unsere Vorschläge für ein Arbeitsprogramm an die neu zu bildende Regierung vorlegen."

"Um die Attraktivität des Wirtschafts- und insbesondere des Finanzstandortes Österreich weiter auszubauen, haben wir acht Ziele definiert, die jeweils mit sehr konkreten Maßnahmenvorschlägen unterlegt sind", so Domany. Dieses "Maßnahmenpaket" werde in den kommenden Tagen allen Abgeordneten bzw. den Parteien übermittelt. "Als größter Sektor in der heimischen Kreditwirtschaft wollen wir aktiv und konstruktiv unsere Vorstellungen in die wirtschaftspolitische Diskussion einbringen. Selbstverständlich werden wir uns auch um eine weitgehende Umsetzung unserer Vorschläge bemühen", versprach Domany.

Zu den laufenden Sondierungsgesprächen wollte der Generalsekretär des Sparkassenverbandes nur insofern Stellung nehmen, als die heimische Finanzwirtschaft vor allem an der möglichst raschen Bildung einer stabilen Regierung interessiert sei. "Das Ausland und die für uns sehr wichtigen Ratingagenturen beobachten die Entwicklung sehr genau. Hier gilt es unser Kapital nicht auf's Spiel zu setzen", gab Domany zu Bedenken.

Im Einzelnen beziehen sich die vom Sparkassensektor (Sparkassen, Erste Bank und Bank Austria) definierten acht Ziele auf die Bereiche:

+Förderung von Eigentum bzw. Vermögen
+Moderner und wettbewerbsfähiger Finanzstandort
+Förderung von Wohnungseigentum
+Mehr Unternehmer in Österreich
+Ein unternehmer- und investitionsfreundliches Österreich
+Weniger Bürokratie in Österreich
+Optimale Vorbereitung auf den Bargeldumtausch von Schilling
in Euro
+Chancen der EU-Erweiterung wahrnehmen

Die Palette der dabei jeweils vorgeschlagenen konkreten Umsetzungsvorschläge reicht dabei von der Förderung der betrieblichen und persönlichen Altersvorsorge durch steuerliche Maßnahmen, Ersatzlose Abschaffung der Spekulationsertragssteuer, Wiedereinführung der Steuerfreistellung von Sanierungsgewinnen, Verschärfung des Bankgeheimnisses, Nutzung von Synergieeffekten bei einer allfälligen Reorganisation der Bankenaufsicht bis zur Legalisierung der sogenannten "Schwarzen Listen".

Eine Förderung des Wohnungseigentums und damit einer wichtigen Form der Altersvorsorge könnte z. B. durch eine Senkung der MWSt-Sätze für den Erwerb und die Sanierung von Eigentumswohnungen erfolgen.

Mehr Unternehmer in Österreich könnten etwa durch Maßnahmen wie "One Stop Shop"-Prinzip für Unternehmensgründungen, Abschaffung von Steuervorauszahlungen für Jungunternehmer für die ersten fünf Jahre, Abschaffung der MindestKÖST etc. geschaffen werden.

Zur Schaffung eines unternehmer- und investitionsfreundlichen Klimas in Österreich ist an vielen Hebeln anzusetzen. Der Sparkassensektor sieht vor allem in den Bereichen Steuer- und Arbeitsrecht noch einigen Optimierungsbedarf. Gefordert werden etwa: Abschaffung der Kreditvertragsgebühr, Abschaffung der Gesellschaftsteuer, Einführung der Gruppenbesteuerung, Administrationserleichterungen im Arbeitsrecht etc.

Weniger Bürokratie in Österreich könnten etwa durch Vereinfachungen des Steuersystems und des Sozialversicherungsrechts bzw. deren jeweiligen Verfahren erreicht werden.

Zur optimalen Vorbereitung auf den Bargeldumtausch von Schilling in Euro schlägt der Sparkassenverband eine umfassende Informationskampagne vor. In der Frage der EU-Erweiterung erwartet sich der Sparkassensektor eine positive und offensive Politik seitens der zukünftigen Bundesregierung.

Das komplette und detaillierte Forderungsprogramm können Sie beim Österreichischen Sparkassenverband (Frau Doris Fitzl) anfordern:
Tel.: (01) 711 69/487 Fax: (01) 711 69/571 Email:
doris.fitzl@sv.sparkasse.at Grimmelshausengasse 1, 1030 Wien

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