Borealis: Ergebnisse des 3. Quartals bestätigen verbesserte Leistung

Wien (OTS) - Kennzahlen 3Q*) 3Q*) 1-3Q 1-3Q (Quartal endet mit 30.
September 1999) 1999 1998 1999 1998

Umsatz EUR Mill. 712 1,063 1,981 2,213
EBIT EUR Mill. 63 64 130 186
Ergebnis vor Steuern EUR Mill. 51 45 102 157 Nettogewinn nach Steuern
EUR Mill. 41 31 75 117
ROCE nach Steuern % 10% 12% 7% 12%
Cash-flow aus der
Betriebstätigkeit EUR Mill. 98 287
Invest. in Sachanlagen und
immat. AV EUR Mill. 292 131 Netto-Schulden (verzinst)
EUR Mill. 613 547 Verschuldungsquote % 49% 28%

Die Ergebnisse des 3. Quartals sind nicht direkt vergleichbar, da im 3. Quartal 1998 die ersten neun Monate der ehemaligen PCD-Polymere integriert wurden.

Der Borealis-Konzern, Europas größter und weltweit viertgrößter Hersteller von Polyolefinen, veröffentlichte heute die Ergebnisse des dritten Quartals 1999. Diese zeigen eine anhaltende Verbesserung in den Bereichen Verkauf, Kosten und Ergebnisse. Der Gewinn vor Steuern beträgt EUR 51 Millionen, verglichen zu EUR 45 Millionen im selben Quartal des Vorjahres. Der Nettogewinn stieg von EUR 31 Millionen auf EUR 41 Millionen. Die Ergebnisse des 3. Quartals sind jedoch nicht direkt vergleichbar, da im 3. Quartal 1998 die ersten neun Monate der ehemaligen PCD-Polymere integriert wurden.

Die Marktpreise für Polyolefine stiegen deutlich über das Niveau des dritten Quartals des Vorjahres. Das erhöhte Preisniveau für Polyolefine war kein Ausgleich für höhere Rohstoffpreise, da die Naphtha-Preise - dem starken Rohölmarkt folgend - stark anstiegen. Borealis Rohstoffpreise waren 58 Prozent höher als im dritten Quartal des Vorjahres.

Das Verkaufsvolumen von Polyolefinen stieg - aufgrund der starken Nachfrage - um 8 Prozent gegenüber den ersten neun Monaten des Jahres 1998.

Bis September 1999 waren die Fixkosten deutlich niedriger als im Vergleichszeitraum des Vor-jahres, zurückzuführen auf Synergieeffekte, Personalabbau und weitere Kosteneinsparungen.

"Die erfolgreiche Einführung unserer neuen Organisationsstruktur und die Synergien, die aus der Integration der ehemaligen PCD Polymere resultieren, haben signifikant zu den besseren finanziellen Ergebnissen beigetragen", sagt Chief Financial Officer Franz Wurm. "Wesentliche Fortschritte wurden im sogenannten Site Development Programm erzielt, das Kostenreduktionen und Produktivitätssteigerungen an den Hauptstandorten von Borealis vorsieht."

Die Investitionen in den ersten drei Quartalen betrugen insgesamt EUR 292 Millionen, eine Steigerung von EUR 161 Millionen gegenüber der Vorjahresperiode. Die größten Projekte sind die Kapazitätserweiterung des Crackers und die Borstar-Adaption in Stenungsund (Schweden) sowie der Bau einer Borstar-Polypropylen-Anlage in Schwechat (Österreich).

Im Bereich der Arbeitssicherheit erlitt Borealis im 3. Quartal einen Rückschlag: Ein Arbeiter starb an den Folgen seiner schweren Verletzungen, die er bei einem Brand in der Borstar-Pilotanlage in Porvoo (Finnland) erlitten hatte. Die Entwicklung der Gesamtzahl an Unfällen, die zu Arbeitsausfällen führten, war im 3. Quartal - im Sinne der hohen Zielsetzungen des Konzerns - nicht zufriedenstellend. Die Zahl der LTAs (lost time accident), die die Arbeitsunfälle auf eine Million Arbeitsstunden widerspiegelt, betrug am Ende des Quartals 3,9 - ein geringfügig höherer Wert als letztes Jahr. Borealis fühlt sich stark verpflichtet, für die Arbeitssicherheit ihrer Mitarbeiter zu sorgen und setzt zahlreiche Aktionen, um die Leistungen in diesem Bereich zu verbessern.

Entwicklungen in Europa

Die Kapazitätserweiterung des Crackers in Schweden ist nun in der Endphase. Der neue Cracker mit einer Ethylen-Produktionskapazität von 610.000 Tonnen pro Jahr wird - wie geplant - im November in Betrieb gehen.

Gute Fortschritte im 3. Quartal erzielten auch die anderen Projekte von Borealis in Europa: Bei der Aufrüstung von einer der Polyethylen-Anlagen in Stenungsund wird der bestehende Gasphasen-Reaktor durch einen Loop-Reaktor, der auf der von Borealis entwickelten (und gesetzlich geschützten) Borstar PE-bimodal-Technologie beruht, ergänzt. Der Bau der ersten Borstar-Anlage für Polypropylen in Schwechat (Österreich) ist ebenfalls im Zeitplan.

Wichtige Entwicklungen außerhalb Europas

Borouge, das Joint-venture zwischen Borealis A/S und der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC), entwickelt sich nach Plan. Das neue petrochemische Werk in Ruwais (Vereinigte Arabische Emirate) wird einen 600.000 Tonnen Ethan-basierenden Cracker und zwei Poylethylen-Anlagen umfassen, beide mit einer Produktionskapazität von je 225.000 Tonnen Polyethylen/Jahr. Der Bau sollte bis Ende 2001 abgeschlossen sein.

Zukunftsaussichten

Die Polyolefinpreise werden im vierten Quartal weiter steigen, um die höheren Rohstoffpreise zu kompensieren. Bisher zeigten die Märkte im 4. Quartal eine gute Nachfrage, die auch anhalten dürfte.

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