Grüne: Kritik über Direktorenbestellung an Wiener Schulen

Wien, (OTS) Massive Kritik an "manipulierten Direktorenbestellungen" übte GR Susanne Jerusalem am Freitag in einem Pressegespräch der Grünen. Wie sie ausführte, habe sich entgegen aller gegenteiligen Äußerungen die Proporz-Kultur nicht nur gehalten, sondern werde die rot-schwarze Aufteilung für einige Jahre gesichert.

Jerusalem warf dem Stadtschulrat vor, nicht korrekt
vorgegangen zu sein. Es gebe ein Pilotmodell an sechs AHS, bei dem drei Mitarbeiter eines Personalbüros und zwei Spitzenbeamte des Stadtschulrates die Entscheidung über die Direktorbestellung zu treffen haben. Damit der "Trick" unsichtbar bleibe, habe man zu einer List gegriffen. Entgegen den Bestimmungen des Modells wurden den drei Profilen des Stadtschulrates, "das allgemeine Leiterprofil", "das schulartbezogene Leiter- bzw. Anforderungsprofil" sowie "das Standortprofil", weitere Profile beigelegt, die nicht im Kollegium beschlossen worden sind. So beinhalte dieses bei der AHS Anton-Krieger-Gasse die Formulierung "Erfahrung im Leiten einer Schule". Durch diese Beifügungen werde nach Ansicht Jerusalems jeweils auf die "gewünschte Person" argumentiert.

Die Grünen fordern den Stadtschulrat auf, alle Profile, die den Ausschreibungsunterlagen beigelegt wurden, vorzulegen. Die Verfahren sollen gestoppt und modellkonform wiederholt werden. Darüberhinaus kündigte Jerusalem an, dass die Unterlagen dem Bundespräsidenten, dem zuständigen Ministerium und dem Volksanwalt übermittelt werden. (Schluss) ull/rr

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