Format: Pühringer äußert Verständnis für Stenzels Vorstoß

"Lieber zwei Monate länger verhandeln und eine besseres Ergebnis erreichen, als etwas im Husch-Pfusch-Verfahren erledigen"

Wien (OTS) - Der Vorstoß der EU-Abgeordneten Ursula Stenzel, die ÖVP möge in die Regierung gehen, sorgt in der Volkspartei weiter für Aufregung. Nun äußert auch der Oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer Verständnis für Stenzels Position. In einem Interview mit dem am Samstag erscheinenden Nachrichtenmagazin Format sagt Pühringer: "In der Situation, in der wir uns befinden, habe ich für jede Meinung Verständnis." Pühringer weiter: "Es ist nur nicht möglich, daß jeder seine Meinung zum Evangelium erhebt und in die Öffentlichkeit hinausträgt. Das kann die eine oder andere prononcierte Persönlichkeit sicherlich tun, aber wird dürfen nicht den Eindruck erwecken, daß es um Macht, Einfluß und Posten geht. Jetzt geht es um Inhalte."

Pühringer bestätigt auch, daß die Oppositionsfront der ÖVP nicht so geschlossen ist, wie es nach außen den Anschein hat. Auf die Frage, ob Stenzel ihm aus der Seele spricht, antwortetet Pühringer:
"Es gibt in der ÖVP im Kreise ihrer Mitglieder und Funktionäre für jede Meinung Vertreter. Es wäre unnatürlich, wenn es anders wäre. Aber es gibt einen, der der gewählte Obmann ist. Und der gibt die Marschrichtung vor."

Zur Zukunft der Sondierungsgespräche meint Pühringer: "Das Ganze ist natürlich ein Prozeß. Mit tausendprozentiger Sicherheit kann kein Mensch sagen, was am Ende herauskommt. Aber es gibt keinen Grund zur übertriebenen Eile. Lieber zwei Monate länger verhandeln und eine besseres Ergebnis erreichen, als etwas im Husch-Pfusch-Verfahren erledigen."

Rückfraghinweis: Format-Innenpolitik,
Barbara Toth, Tel.: 0676/406 3 222

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