Wiener Linien-Kundenservice

Innovationen bei der Fahrgastinformation

Wien, (OTS) Die Wiener Linien betrachten Information in
erster Linie als Bringschuld und werden ihren Kunden in Zukunft gleich in mehreren Bereichen ein noch besseres Service bieten.
Diese aktuellen Verbesserungen präsentierten der Vorsitzende der Geschäftsführung der Wiener Linien, Dipl.-Ing. Günther Grois, und der Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Dipl.-Ing. Michael Lichtenegger Donnerstag in einem Pressegespräch.

Bereits Ende Oktober startet ein innovatives Projekt. Straßenbahn- und Autobushaltestellen werden informativer und bunter. Sie erhalten farbige Umgebungspläne und bei der
Gelegenheit auch gleich Fahrplanaushänge mit verbessertem Layout. Info-Säulen mit elektronischer Anzeige der aktuellen Abfahrtszeit werden in wichtigen Haltestellen ab Sommer 2000 aufgestellt.
Das Service der telefonischen Wiener-Linien-Auskunft wird kräftig ausgeweitet. Die U-Bahn wird "handytauglich".****

Der Haltestellen-Umgebungsplan als Orientierungshilfe an der Stationstafel

Ab Donnerstag, beginnen die Wiener Linien ihre Straßenbahn-und Autobushaltestellen mit neuen farbigen Umgebungsplänen auszustatten. Diese "Haltestellenumgebungspläne" zeigen die relative Lage der Haltestelle im geografischen Umfeld und zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

o großer Maßstab (1: 5000)
o Detailinformation zum öffentlichen Verkehr, wie

  • genauer Haltestellenstandort für jede Fahrtrichtung
  • genaue Lage der U-Bahn-Zugänge
  • Zusätzlich arbeiten wir noch an der speziellen Kennzeichnung der behindertengerechten Zugänge. o hohe Aktualität o individueller Ausschnitt: die jeweilige Haltestelle liegt im

Zentrum des Plans.
o Eine Fülle an Detailinformationen zum Umfeld der Stationen

Ein derart hoher Level an Informationsqualität ist erst erzielbar, seit es möglich ist, solche Pläne auf digitaler Basis herzustellen und zur Verfügung zu stellen. Nur so ist es möglich geworden, derartige Pläne zu vertretbaren Kosten zu produzieren.

Durch die individuell auf den einzelnen Haltestellenstandort abgestimmten Pläne wird die Orientierung am Zielort der "Reise", der ja in der Regel nicht mit der Haltestelle ident ist, erheblich erleichtert.

Von diesem neuen Service der Wiener Linien werden nicht nur
die Fahrgäste profitieren. Die im Stadtbild allgegenwärtigen und gut auffindbaren Haltestellen werden in Zukunft Orientierungsmöglichkeiten für alle Menschen bieten, die - egal ob Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer - in Wien unterwegs sind. Ein Faktum, das einen deutlichen Imagegewinn für die Linien erwarten lässt.

Der Startschuss zu diesem innovativen Projekt erfolgt auf der Ringstraße an den Stationen der Linien 1 und 2. Im Laufe der nächsten Monate werden dann sukzessive weitere Linien mit den
neuen Umgebungsplänen ausgerüstet. Ende 2000 werden alle Haltestellen der Wiener Linien - das sind immerhin über 2.700 Standorte - mit Umgebungsplänen ausgestattet sein.

Haltestellen-Umgebungspläne nächstes Jahr auch im Internet

Im Laufe des kommenden Jahres wird das Service
"Umgebungsplan" auch in die Homepage der Wiener Linien integriert. Die Information über das geografische Umfeld der Haltestelle am Aussteigeort, aber auch am Ausgangspunkt, steht dann auch schon
vor der Reise zur Verfügung.

Fahrplanauskunft im Internet: Mehr als eine halbe Million Anfragen pro Monat

Seit wenigen Wochen präsentieren sich die WIENER LINIEN gemeinsam mit allen Töchtern der WIENER STADTWERKE
völlig neu im Internet. Es gibt ein modernes, ansprechendes
Layout und vor allem viele neue Inhalte zu entdecken.
Die Adresse: www.wienerlinien.co.at

Welche Bedeutung das Internet als Informationsquelle für die Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel inzwischen gewonnen hat,
zeigt allein schon die Tatsache, dass beispielsweise die elektronische Fahrplanauskunft inzwischen durchschnittlich mehr
als 500.000 Mal pro Monat abgefragt wird.

public private partnership: Ein Finanzierungsmodell bei dem alle Beteiligten gewinnen

Das Projekt "Haltestellenumgebungsplan" finanziert sich übrigens durch den Verkauf von Werbeflächen auf den Umgebungsplänen und ist das Ergebnis einer Kooperation der Wiener Linien mit dem Norbert Jakob Schmid Verlag, der für die Planerstellung und -aktualisierung verantwortlich zeichnet, und
der Dietrich Media Service, die die Inseratenakquisition inklusive Vertrieb und Administration übernommen hat.

Die neue Informationsmöglichkeit wird durch die Partnerschaft der Wiener Linien mit privaten Unternehmen nicht nur zur Gänze finanziert, sondern bringt darüber hinaus sogar noch zusätzliche Einnahmen. Den Kunden und potenziellen Kunden der Wiener Linien steht mit den Umgebungsplänen eine neue, qualitativ hochwertige Informationsquelle zur Verfügung, und die Werbewirtschaft verfügt über ein neues, originelles und attraktives Medium.

Fahrplanaushänge mit neuem Layout und mehr Informationen

Parallel zur Einführung der Umgebungspläne erfolgt auch ein Generationswechsel bei den Fahrplanaushängen von Straßenbahn und Autobus. Dem Kunden umfassende, aber möglichst leicht erfassbare und verständliche Informationen zur Verfügung zu stellen, waren die Zielvorgaben bei der Neugestaltung. Die Wiener Linien
betrieben auch ein wenig Feldforschung und haben viele Anregungen bei Verkehrsunternehmen in anderen Städten - und zwar nicht nur im deutschsprachigen Raum - gefunden. Herausgekommen ist dabei eine
Art "europäisches" Layout, das versucht, möglichst viele besonders kundenfreundliche Elemente in sich zu vereinen.

Die Abfahrtzeiten werden auf die Minute genau angegeben,
wenn das Intervall länger als 5 Minuten ist.
Jeder Aushang enthält neben dem Fahrplan eine schematische Darstellung der gesamten Linie mit allen Stationen und Umsteigemöglichkeiten. Auf einen Blick ist dem Plan die voraussichtliche Fahrzeit von der Einstiegshaltestelle bis zur Ausstiegshaltestelle zu entnehmen.
Auch wer mit einem Kurzstreckenfahrschein unterwegs ist, sieht sofort, wie weit er damit fahren kann.

Info-Säulen mit elektronischer Minutenanzeige doppelt so groß

Der Testbetrieb der elektronischen Fahrgastinformationssäulen - der einzige Baustein des Rechnergesteuerten Betriebsleitsystems, der auch für die Fahrgäste sichtbar ist - konnte inzwischen abgeschlossen werden. Technisch haben sich die Info-Säulen bestens bewährt, auch das Feedback aus der Bevölkerung war ausgezeichnet, lediglich bei der Lesbarkeit des Displays wünschten sich viele
noch Verbesserungen.

Da dem Wunsch nach verbesserter Lesbarkeit beim weiteren
Ausbau selbstverständlich Rechnung getragen wird, gilt es die Anzeige wesentlich zu vergrößern. Da der Einbau dieser Anzeigen in die bisher eingesetzten Säulen nicht möglich ist, wird derzeit ein neues Design entwickelt, wobei die Anzeige dann auf einem Mast befestigt und der dazugehörige Rechner in einen abgesetzten Kasten eingebaut wird.

Die neuen Anzeigen werden ab Sommer kommenden Jahres Schritt für Schritt in "Schwerpunkthaltestellen" jener Linien aufgestellt, die bereits ins Rechnergesteuerte Leitsystem integriert sind.

Telefonische Wiener-Linien-Auskunft erweitert Service

Die telefonische Wiener Linien-Auskunft erweitert ihre "Öffnungszeiten" und ist nun an Wochentagen von 5.30 bis 22 Uhr erreichbar. Unter der Telefonnummer 7909/105 werden Anrufer nun
von Montag bis Freitag (werktags) von 5.30 bis 22 Uhr und an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 8.30 bis 17 Uhr mit einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin des Informationsdienstes der Wiener Linien verbunden.

U-Bahn-Netz wird "handytauglich"

Ein weiteres Beispiel einer erfolgreichen "public private partnership" mit gleich mehreren "Gewinnern" stellt die neue Dienstleistung "Telefonieren in der U-Bahn" dar. Sowohl die Netzbetreiber als auch die Wiener Linien sowie in erster Linie natürlich die Kunden profitieren von diesem neuen Service.

Schon in allernächster Zukunft wird man auch in der U-Bahn
mit dem Handy telefonieren können, denn die für die Erschließung des U-Bahn-Bereichs notwendigen Vereinbarungen konnten inzwischen mit allen drei Netzbetreibern (A1, max. und one) getroffen werden. Die Wiener Linien werden das Netz in Eigenregie aufbauen und anschließend an die Netzbetreiber vermieten.

Der Inbetriebnahme des U-Bahn-Versorgungsnetzwerkes ging eine mehrmonatige Testphase voraus. In dieser Zeit wurde in Kooperation mit den Netzbetreibern die ideale Struktur des unterirdischen Antennen- Netzwerkes ausgelotet und natürlich auch über die Höhe der Mietkosten verhandelt. In der nun begonnenen Umsetzungsphase erfolgt zunächst der rasche Ausbau der U-Bahn-Stationen im Zentrumsbereich. Bis Ende 2000 wird dann das gesamte U-Bahn-Netz über eine GSM-Versorgung verfügen. Durch das Schließen dieser Versorgungslücke gewinnt die U-Bahn für die Fahrgäste zusätzlich an Qualität. Den Wiener Linien erschließt sich ein neues Geschäftsfeld in einem innovativen und zukunftsträchtigen Wirtschaftszweig. (Schluss) wstw

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