BMAGS: 16 Mrd. Schilling für den österreichischen Arbeitsmarkt-

Österreich übergibt ESF-Programm für 2000-2006

Wien, 28. Oktober 1999 (BMAGS).- Österreich übergibt mit
heutigem Tag das neue Ziel-3-Programm des Europäischen Sozialfonds (ESF) an die Europäische Kommission. "Damit werden die Weichen für einen ganz wichtigen Teil der österreichischen Arbeitsmarktpolitik in den nächsten sieben Jahren gestellt", sagte dazu Sozialministerin Lore Hostasch. Um den vordringlichsten Problemen
am Arbeitsmarkt zu begegnen, werden in Österreich - gemeinsam mit der Europäischen Kommission - in den Jahren 2000 bis 2006 über 16 Mrd. ATS zur Verfügung gestellt. Etwa 7,5 Mrd. ATS Schilling kommen dabei aus dem Europäischen Sozialfonds.****

Wie dieses Geld eingesetzt werden soll, ist in dem so
genannten Programmplanungs-Dokument Ziel 3 festgelegt, an dem im Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in den letzten Monaten mit Hochdruck gearbeitet wurde, damit die Umsetzung pünktlich mit Anfang 2000 anlaufen kann. Zwei Aspekte standen dabei im Mittelpunkt: zum einen sollen besonders jene Menschen unterstützt werden, die die größten Probleme beim Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Zum anderen soll die Vernetzung von Arbeitsmarktpolitik mit Struktur-, Wirtschafts-, und
Regionalpolitik weiter vorangetrieben werden.

Daher wurden von Österreich folgende Schwerpunkte gesetzt:

1. Verhinderung und Bekämpfung der Langzeit- und der

Jugendarbeitslosigkeit
2. Chancengleichheit für alle und Bekämpfung der Ausgrenzung am

Arbeitsmarkt
3. Flexibilität am Arbeitsmarkt
4. Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern
5. Territoriale Beschäftigungspakte und lokale

Beschäftigungsinitiativen

Mit der Europäischen Kommission wird nun über die Anerkennung
der österreichischen Strategie verhandelt. Dass der Europäische Sozialfonds das Finanzierungsinstrument der Europäischen Union zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplan für Beschäftigung (NAP) darstellt, wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Deswegen wurden alle Schwerpunkte in die Strategie des NAP einbezogen. Ein
wichtiges Prinzip ist dabei die Berücksichtigung der Gleichstellung von Frauen in allen Bereichen der Politik, insbesonders der Beschäftigungspolitik ("Gender-Mainstreaming"). Darüber hinaus muss das Programm, das sieben Jahre gelten wird, ausreichend flexibel sein um die Maßnahmen an die sich wandelnden Herausforderungen des Arbeitsmarktes anpassen zu können und innovative Weiterentwicklungen zu ermöglichen.

"Ich gehe davon aus, dass die erfolgreichen Maßnahmen der auslaufenden Periode des Europäischen Sozialfonds nahtlos weitergeführt werden können und gleichzeitig neuen Entwicklungen am Arbeitsmarkt voll Rechnung getragen wird. Dabei vertraue ich weiterhin auf das gute Zusammenwirken von Europäischer Kommission und österreichischen Dienststellen," sagte Bundesministerin Hostasch abschließend.

(schluss)

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