Volksanwalt Schender kritisiert finanzielle Belastung der Eltern zu Schulbeginn

Wien (OTS) - Schulartikel sind teuer. Besondere Lehrerwünsche betreffend Schulmaterialien belasten vor allem finanzschwache und kinderreiche Familien zu Schulbeginn. Volksanwalt Schender ruft
die Grenzen der finanziellen Belastbarkeit der Eltern in Erinnerung.****

Bastel- und Malkoffer, Handspiegel, Karteikästen, Schreibunterlagen, Briefkörbe und andere kostspielige Schulartikel hatten die Eltern der Schüler einer Volksschule im 22. Wiener Gemeindebezirk nach den Wünschen der Lehrer zu Beginn des Schuljahres 1998/99 einzukaufen. Hilfe suchend wandte sich eine betroffene Mutter an die Volksanwaltschaft. Die Kosten der von den Lehrern verlangten Utensilien hatten zu einer enormen finanziellen Belastung der kinderreichen Familie geführt.

Die Volksanwaltschaft kritisierte im Zuge ihres Prüfungsverfahrens Sonderwünsche der Lehrer, die über eine normale Ausstattung hinausgehen und den Eltern unnötige Mehrkosten verursachen. Volksanwalt Schender wendet sich nicht gegen eine individuelle Unterrichtsgestaltung, verlangt aber, dass diese sich in einem auch für finanzschwache Familien erschwinglichen Rahmen hält.

Das Einschreiten der Volksanwaltschaft weckte sowohl bei den betroffenen Lehrern und der Schulleitung als auch bei der Wiener Schulverwaltung das Problembewusstsein. In einem Rundschreiben der Schulverwaltung wurde der Grundsatz der unentgeltlichen Zurverfügungstellung von Schulmaterialien durch die Stadt Wien im Rahmen des so genannten "Warenkorbes" in Erinnerung gerufen.

Die Problematik wurde von der Volksanwaltschaft auch in ihrem Bericht an den Wiener Landtag über das Jahr 1998 dargestellt. Im Zuge der Behandlung dieses Berichts im Gemeinderatsausschuss -Geschäftsgruppe Jugend, Soziales, Information und Sport - am 13. Oktober d.J. wurde dieses Thema ausführlich erörtert. Von einer Abgeordneten des Wiener Landtages wurde darauf hingewiesen, dass diese Problematik nicht nur im Pflichtschulbereich, sondern verstärkt auch an Höheren Technischen Lehranstalten und Handelsakademien auftrete. Diesbezügliche Beschwerden sind allerdings bei Volksanwalt Schender bislang noch nicht eingelangt. "Ich lade aber alle Betroffenen ein, sich an mich zu wenden. Ich werde jedem einzelnen Fall persönlich nachgehen", versichert Volksanwalt Schender.

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