ots Ad hoc-Service: Berentzen-Gruppe AG <DE0005201636>

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Zwischenbericht der
Berentzen-Gruppe Januar bis September 1999

Ergebnis im dritten Quartal um 2,4 Millionen DM verbessert

Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, Haselünne, hat durch die Übernahme der Dethleffsen-Spirituosen zum Jahreswechsel 1998/99 ihr Geschäft mit Spirituosen in den ersten neun Monaten 1999 entgegen einem insgesamt rückläufigen Markt deutlich ausgebaut. Das Geschäft mit alkoholfreien Getränken wurde trotz des unvermindert starken Preisdrucks im Markt klar verbessert. Aufgrund des unterproportionalen Anstiegs beim Betriebsaufwand lag das Konzernergebnis im dritten Quartal bei 2,4 Millionen DM nach einem Verlust von 1,2 Millionen DM im Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr erwartet die Berentzen-Gruppe weiterhin ein Ergebnis auf Höhe des Vorjahres von 3 Millionen DM.

Schwächerer Rückgang im gesamten Spirituosenmarkt

Während die Gesellschaft für Konsumforschung für die ersten acht Monate 1999 einen Rückgang im Spirituosenmarkt von 3,7 Prozent ermittelte, zeigte sich in der Periode Juli/August eine Abschwächung des negativen Trends mit einem Rückgang von lediglich 0,7 Prozent. Bei alkoholfreien Getränken trug der überwiegend gute Sommerverlauf dazu bei, die in der ersten Jahreshälfte schwache Nachfrage zu beleben, sodass Ende August ein gegenüber dem Vorjahr unverändertes Marktvolumen erreicht wurde.

Übernahme der Dethleffsen-Spirituosen stärkt Position im Markt

Durch die Übernahme der Dethleffsen-Spirituosen stieg der Gruppenabsatz von Spirituosen im Inland gegenüber Vorjahr um 24 Prozent und im Ausland um 16 Prozent. Insgesamt setzte die Berentzen-Gruppe in den ersten neun Monaten 102,5 Millionen Flaschen Spirituosen ab (1998: 83,4 Mio Flaschen). Aufgrund veränderten Sortimentsmixes und intensiven Preisdrucks bei Handels- und Zweitmarken stiegen die mit Spirituosen erzielten Umsätze ohne Brannt- weinsteuer um 18 Prozent. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im laufende Jahr im Zuge der Integration von Dethleffsen auch eine Umstellung beim Umsatz- ausweis vorgenommen wurde. Umsatzabhängige Konditionszahlungen werden nicht mehr ausgewiesen, d .h. sie werden direkt vom Umsatz inklusive Brannt- weinsteuer abgezogen. Ohne diese Umstellung wären die mit Spirituosen erzielten Umsätze um über 20 Prozent gestiegen. Aufgrund der schwierigen Situation bei Handels-und Zweitmarken war das in Deutschland mit Spirituosen erzielte Betriebsergebnis in den ersten drei Quartalen dennoch leicht rück-läufig. Positiv entwickelte sich hingegen das im Ausland erzielte Ergebnis, sodass das mit Spirituosen insgesamt erzielte Ergebnis leicht auf 6,8 Millionen DM anstieg (1998: 6,6 Mio DM).

Deutliche Ergebnisverbesserung bei alkoholfreien Getränken

Durch die strategische Neuausrichtung des Geschäfts mit alkoholfreien Getränken wurde in diesem Geschäftsfeld eine deutliche Verbesserung erzielt. Der Absatz der Eigenmarken stieg um 6 Prozent in den ersten neun Monaten und über 19 Prozent im dritten Quartal. Auch die für PepsiCola in Konzession vertriebenen Marken legten zu, während die Lohnfüllungen um 12 Prozent zurückgingen. Insgesamt stieg der Absatz alkoholfreier Getränke in den ersten neun Monaten leicht auf 882.000 Hektoliter (1998: 877.300 hl). Der bei alkoholfreien Getränken unvermindert andauernde Preiskampf führte zu einem Rückgang des erzielten Umsatz um 6 Prozent auf 52 Millionen DM (1998: 55,4 Mio DM). Nichtsdestotrotz konnte durch die erfolgreiche Umsetzung einer neuen Marktstrategie und eine Reduzierung des Betriebsaufwands das Betriebsergebnis auf 1,2 Millionen DM verbessert werden (1998: 0,1 Mio DM).

Anstieg der Branntweinsteuer durch veränderten Sortimentsmix

Insgesamt erzielte die Berentzen-Gruppe in den ersten neun Monaten einen um 24 Prozent gestiegenen Umsatz inklusive Branntweinsteuer von 838,1 Millionen DM (1998: 678,3 Mio DM). Durch die Übernahme der Dethleffsen-Spirituosen hat sich der Sortimentsmix hin zu höhergrädigen Produkten verschoben, wodurch der Branntweinsteueranteil um 31 Prozent auf 504 Millionen DM wuchs (1998: 384,8 Mio DM). Entsprechend erhöhte sich die Gesamtleistung mit 14 Prozent auf 336,4 Millionen DM geringer als der Umsatz inklusive Branntweinsteuer (1998: 294,0 Mio DM). Durch weitgehend proportional zum Umsatz gestiegene Materialkosten sowie durch einen Anstieg bei den sonstigen betrieblichen Erträgen, bedingt durch Abgänge aus dem Anlagevermögen, stieg das Rohergebnis um 12,5 Prozent auf 203,3 Millionen DM (1998: 180,8 Mio DM).

Betriebsaufwand steigt schwächer als Umsatz

Trotz eines durch die Dethleffsen-Übernahme erhöhten Personalstands stiegen die Personalkosten unterproportional um 11 Prozent auf 49,5 Millionen DM (1998: 44,8 Mio DM). Deutlich gestiegen durch die Akquisition sind hingegen die Abschreibungen, die sich um 45 Prozent auf 26,2 Millionen DM erhöhten (1998: 18,0 Mio DM). Mit nur 7 Prozent auf 122,6 Millionen DM weist der sonstige betriebliche Aufwand den geringsten Anstieg auf (1998: 114,9 Mio DM). Die in den vergangenen beiden Jahren vorgenommene Optimierung von Produktion und Logistik des Spirituosenbereichs haben den gesamten Betriebsaufwand merklich geringer ansteigen lassen als die Gesamtleistung, sodass das Betriebsergebnis im laufenden Jahr um 2 Millionen DM auf 5 Millionen DM verbessert wurde.

Negatives Finanzergebnis führt zu Konzernfehlbetrag

Durch die mit der Dethleffsen-Übernahme verbundenen höheren Verbindlichkeiten hat sich das Finanzergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Millionen DM auf -5,8 Millionen DM verschlechtert. Dies führt trotz des positiven Konzern- ergebnisses im dritten Quartal für die ersten neun Monate zu einem negativen Ergebnis von -0,9 Millionen DM (1998: 1,8 Mio DM).

Ergebniserwartung für das Gesamtjahr unverändert

Vorstandssprecher Dr. Jan B. Berentzen betont: "Noch werden die positiven Effekte der Dethleffsen-Übernahme aufgrund der gestiegenen Abschreibungen und der höheren Zinsaufwendungen nur teilweise sichtbar. Wir haben aber bereits mehr als ein Drittel der mit Dethleffsen übernommenen Verbindlichkeiten zurückgeführt. Die aus der Übernahme resultierenden Synergieeffekte kommen immer deutlicher zum Vorschein.

Durch die in den vergangenen beiden Jahren vorgenommene Optimierung von Produktion und Logistik unseres Spirituosenbereichs haben wir eine an die Markterfordernisse angepasste Kostenstruktur geschaffen. Neben der effizienteren Organisation der warenwirtschaftlichen Prozesse hat sich auch die Konzentration von Marketing und Vertrieb auf das Kernsortiment ausgezahlt. Daher werden wir, wie bereits im Frühjahr angekündigt, auch hier unseren Weg konsequent weitergehen und bis Ende des Jahres 30 Prozent der Produkte aus dem Spirituosensortiment streichen, da sie keinen ausreichenden Ertragsbeitrag leisten. Es gilt die strategische Grundausrichtung Marge vor Menge.

Nicht zuletzt aufgrund des Erfolges unserer neuen Strategie bei alkoholfreien Getränken und weil das vierte Quartal das stärkste des Gesamtjahres für Spirituosen ist, sind wir weiterhin zuversichtlich im Gesamtjahr das von uns prognostizierte Ergebnis von 3 Millionen DM zu erreichen."

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