Kollross: Nein zum Berufsheer!

Niederösterreich (SPI)Der Landesvorsitzende der Sozialistischen Jugend Niederösterreich,
Andreas Kollross, nahm zur Diskussion rund um die Einführung eines Berufsheeres Stellung und merkte dazu an, daß es viele Gründe gäbe, die gegen ein Berufsheer sprechen.

Die leider auch seitens einiger SozialdemokratInnen ins Leben gerufene Diskussion über die Umwandlung unseres Bundesheeres in
ein Berufsheer sei eine Entbehrliche, stellte Kollross fest, die es nicht
wert ist, näher diskutiert zu werden und innerhalb der SPÖ keine demokratische Legitimation hat, sondern vielmehr in die Kategorie "Verzweifelte Wahlkampfthemenführerschaftseroberung" einzuordnen ist.

Es gelte, an der Schwelle in ein neues Jahrtausend, der Militarisierung der Gesellschaft entgegenzutreten und die Sensibilität
innerhalb der Bevölkerung aufrecht zu erhalten, welche mit der Einführung eines Berufsheeres reduziert werden würde.

Sind es heute die Söhne, Brüder, Väter und so weiter, wären es bei einem Berufsheer in Krisensituationen die "abstrakten Soldaten", die ihren Beruf ausüben und sich ja auch einen anderen suchen hätten können, so Kollross weiter.

Sicherheit im In- und Ausland wird nicht durch Aufrüstung, mehr Polizei und dergleichen, sondern durch soziale Sicherheit, durch Bekämpfung der Armut, durch Solidarität geschaffen.

Wenn es die Diskussion über eine Umwandlung unseres
Bundesheeres gibt, so Kollross weiter, dann muß diese auch richtig geführt werden. Die Sozialistische Jugend bekennt sich zur Beseitigung der Wehrpflicht als Teilentrümpelung von Jugendbarrieren, allerdings nicht durch die Einführung eines Berufsheeres, sondern durch Reduktion unseres Bundesheeres bis
hin zur Abschaffung und Neuausrichtung in Richtung Katastrophenschutz.
(schluss)

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