Pröll: "Traue Schüssel einen Kreisky-Coup wie 1970 zu".

Der Niederösterreichische Landeshauptmann hält eine Minderheitsregierung der ÖVP für möglich.

Wien (OTS) - In einem Interview in der morgen erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazin NEWS kann sich der mächtige NÖ-Landeshauptmann Erwin Pröll bereits jetzt einen ÖVP-Bundeskanzler vorstellen.

Pröll: "Jeder Weg, der die SPÖ in der derzeitigen Verfassung weiter unterstützt, führt in die Sackgasse. Viktor Klima hat das geschafft, aufgrund seiner inhaltlichen wie persönlichen Leere. Die Zeit der ÖVP ist gekommen."

Sowohl SPÖ als auch FPÖ kann sich Pröll als Regierungspartner nur sehr schwer vorstellen. Pröll: "Die derzeitigen Verantwortungsträger in der SPÖ haben ausgedient. Zuletzt wird häufig Karl Schlögl als Zukunftshoffnung kolportiert - er ist aber nur ein entscheidungsschwacher Mitläufer. Es gibt in der SPÖ einen einzigen Mann, der Kristallisationspunkt auf dem Weg nach vorne
sein könnte - Finanzminister Edlinger. Aber ich weiß nicht, ob er sich das persönlich wirklich noch antun will."

Die ÖVP müsse deshalb, so Pröll wörtlich, "den Mühlstein SPÖ abwerfen". Pröll wünscht sich, daß die ÖVP bei den nächsten Wahlen -"wann immer die sein werden" - Nummer eins wird. Sollten allderings sowohl Klima als auch Haider bei der Regierungsbildung scheitern, ergäbe das auch für die ÖVP bezüglich ihrer Oppositionsaussage, so Pröll, eine "völlig neue Situation." Pröll: "Dazu wird Schüssel auch in aller Ernsthaftigkeit Gespräche zu einer Regierungsbildung zustimmen. Dabei traue ich dem Wolfgang Schüssel heute das zu wozu ein Bruno Kreisky damals 1970, imstande war."

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