Bartenstein: Ich marschiere am 12. November mit

Der Familienminister kündigt überraschend seine Teilnahme an der Demonstration gegen Ausländerfeindlichkeit an und kritisiert die FPÖ heftig

Wien (OTS) - Mit einem überraschenden Statement nimmt Familienminister Martin Bartenstein in der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazin NEWS zur Diskussion um Ausländerfeindlichkeit Stellung. Bartenstein, bisher ein Verfechter einer Annäherung der ÖVP an die FPÖ, kritisiert dabei die freiheitliche Position in der Ausländerpolitik heftig und kündigt sogar an, am 12. November an der Demonstration gegen Ausländerfeindlichkeit teilzunehmen. Bartenstein: "Es schmerzt mich, daß Österreich als ausländerfeindliches Land dasteht. Ich habe vor allem im Wahlkampf meine eigenen Erfahrungen gemacht und weiß daher, daß es bei uns vielerorts nicht nur eine latente, sondern leider Gottes auch eine manifeste Ausländerfeindlichkeit gibt."

Bartenstein macht für diese Stimmung eindeutig einen Schuldigen fest: "Ich bin überzeugt, daß der Anti-Ausländerwahlkampf der FPÖ in Wien, samt der schrecklichen gelben Plakate, jenseits von Gut und Böse war und wahrlich abzulehnen ist. Soviel ich weiß, gibt es zwar viele in der FPÖ, die diese Plakate nicht mitgetragen haben und ebenso entsetzt waren, aber dieser FPÖ-Wahlkampf hat das Ausländerproblem nicht gemildert, sondern verschärft."

Bartenstein nimmt aber auch SPÖ und ÖVP in die Pflicht: "Auch sie müssen in sich gehen, weil sie, und weil auch ich als Mitglied der Regierung, dieser aufkeimenden Anti-Ausländerströmung viel zu wenig entgegen gesetzt haben. Wir benötigen mehr denn je eine Nationale Kraftanstrengung zur Integration der bei uns lebenden Ausländer."

Bartenstein begrüßt daher die Demonstration am Stephansplatz:

"Am 12. November werden sich viele Menschen am Lichtermeer zur Vernunft finden. Es ist schön, daß es solche Zeichen der Entschlossenheit gibt. Ich kann mir gut vorstellen, am 12. November dabei zu sein."

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