VP-Prochaska: Verscherbelung von Kirchen an Private kommt nicht in Frage

Wien (ÖVP-Klub) Gegen die Idee Kirchen, die im Eigentum der Stadt Wien stehen, an Private zu verkaufen, sprach sich heute der Klubobmann der Wiener Volkspartei, LAbg. Johannes PROCHASKA, aus. "Eine solche Idee würde mit Sicherheit am Widerstand der ÖVP scheitern", so PROCHASKA.

Es könne nicht im Sinne der katholischen Glaubensgemeinschaft sein, daß jedermann einfach ein Gotteshaus kaufen kann. "Kirchen sind ja nicht nur Gotteshäuser sondern zumeist auch baulich wertvoll. Sie tragen viel zum optischen Reiz und zur Kultur unserer Stadt bei." Und für die Erhaltung dieses Kulturguts sei eben auch die Stadt Wien zuständig. Im übrigen zahle allein die römisch-katholische Kirche für Renovierungsarbeiten Mehrwertssteuer in doppelter Höhe der öffentlichen Zuschüsse.

"Es überrascht mich nicht, daß diese abstrusen Ideen wieder einmal vom LIF kommen", meinte der VP-Politiker. "Es ist den Liberalen nicht gelungen das Kruzifix in den Klassenzimmern der Schulen, das Konkordat, die konfessionellen Privatschulen und die Ordenskrankenhäuser abzuschaffen, es wird ihnen auch nicht gelingen Gotteshäuser zu verscherbeln." PROCHASKA dementierte positive Reaktionen der Stadtverwaltung auf die LIF-Idee und kündigte massiven Widerstand der ÖVP gegen die Umsetzung derartiger Vorstöße der Liberalen an. "Wenn das LIF aus Kirchen und Kapellen Abstellhäuser, Veranstaltungshallen oder Lagerplätze machen will, dann soll es das der Bevölkerung auch deutlich sagen." Mit der ÖVP in der Stadtregierung seien solche Vorhaben freilich ins Reich der Phantasie zu verbannen.

Für PROCHASKA hat die Religionsphobie des LIF bereits neurotische Züge. Sakrale Gebäude als Orte der Sinnstiftung und Wertevermittlung sind offenbar nicht für jedermann begreifbar, ihr kultureller, historischer und damit auch touristischer Wert müsste jedoch selbst den pseudoliberalen Bilderstürmern einsichtig sein. "Mit Aktivitäten, die an die verordnete Gottlosigkeit des früheren KP-Albanien erinnern, wo Kirchen zu Garagen, Sporthallen und Supermärkten umfunktioniert wurden, rückt das Wiener LIF auch von seinem sonstigen so plakativen humanitären Ansatz weit ab", schloß PROCHASKA.***

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