Stockerauer Au - Naturschutzverordnung am heutigen Nationalfeiertag übergeben

Wichtiger Naherholungsraum und Rückzugsgebiet seltener Pflanzen- und Tierarten

St. Pölten, (SPI) - Vor wenigen Monaten unterzeichnete Naturschutz-Landesrat Dr. Hannes Bauer ein Übereinkommen mit der Stadtgemeinde Stockerau zur Schaffung eines Naturschutzgebietes "Stockerauer Au". Heute ist es nun so weit - am heutigen Nationalfeiertag wurde die Naturschutzverordnung und die Tafel "Stockerauer Au" im Rahmen einer kleinen Feierstunde in Stockerau Bürgermeister Leopold Richentzky offiziell übergeben. "Vom insgesamt 445 Hektar großen Stockerauer Forstgebiet stehen damit 392 Hektar unter Naturschutz - davon 143 Hektar als "Naturwaldreservat" ohne jeglicher Nutzung. Das Gebiet ist ein wichtiger Naherholungsraum für die Bevölkerung und eines der letzten Rückzugsgebiete seltener Tier-und Pflanzenarten. Nach jahrelangen Verhandlungen konnten wir das Projekt nun zu einem erfolgreichen Abschluß bringen", freut sich Naturschutzlandesrat Dr. Hannes Bauer über den Erfolg.****

Das Naturschutzgebiet "Stockerauer Au" ist in vier Gebiete unterteilt, in denen je nach Schutzbedarf nur mehr restriktive Arten der Bewirtschaftung zugelassen sind. So ist beispielsweise im strengsten Schutzbereich jeglicher Eingriff in das Pflanzenkleid und das Tierleben sowie jede Änderung bestehender Boden- und Felsbildungen verboten. Vor allem hinsichtlich der Holznutzung wird es in Zukunft strenge Auflagen geben. So ist in den forstwirtschaftlich genutzten Flächen nur mehr eine Aufforstung mit standortheimischen Baumarten erlaubt, landwirtschaftlich genutzte Wiesen dürfen nur mehr einmal jährlich gemäht werden. "Naturnahe Auen zählen zu den artenreichsten Ökosystemen. Österreichweit kann in den Auen mit etwa 12.000 Tier- und Pflanzenarten gerechnet werden", so Naturschutzlandesrat Bauer.

Auen erfüllen für den Menschen eine Reihe wichtiger Aufgaben: Der Schotterkörper unter den Auen stellt einen idealen Filter für das Grundwasser dar. Wie andere Wälder tragen auch die Auen zur Reinigung der Luft von Staub und Schadstoffen bei. Durch die Nähe des Grundwassers können Auen besonders viel Wasser verdunsten und tragen so lokal zum Ausgleich von klimatischen Extremen bei. In der Nähe größerer Städte haben naturnahe Auen als Erholungs- und Erlebnisraum einen hohen Stellenwert. "Mit dem neuen Naturschutzgebiet wird den Wünschen der lokalen Bevölkerung, die seit Jahren den verstärkten Schutz ihres beliebten Naherholungsraumes an der Donau fordert, Rechnung getragen und vielen bereits selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten bleibt ein noch naturbelassenes Refugium auch in Zukunft erhalten. Ich wünsche der Bevölkerung viel Freude, viel Erholung und viel Entspannung im und mit dem neuen Naturschutzgebiet", so Landesrat Bauer abschließend.
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