Sichrovsky: "Pressefreiheit made in Austria"

Verleumdungen werden nachgeäfft- Gerichtliche Korrekturen ignoriert

Wien, 1999-10-25 (fpd) - "Meine Frau und ich konnten diesmal selbst erleben, wie die Pressefreiheit in Österreich gehandhabt wird. Während vor den Europawahlen die Zeitungen und der ORF in Österreich, mit einer einzigen Ausnahme, die unwahren Vorwürfe gegen mich und meine Frau bezüglich Mißbrauchs der Sekretariatszulage ungeprüft wiederholten, wurde die Entscheidung des Gerichts, das diese Vorwürfe widerlegte, einfach ignoriert", erklärte heute der freiheitliche EU-Abgeordnete Mag. Peter Sichrovsky. ****

Es sei bezeichnend für das Niveau der österreichischen Medien, daß eine einzige Zeitung sich verpflichtet fühlte, die falschen Vorwürfe zu korrigieren. "Alle anderen sehen offensichtlich keinen Grund, einst verbreitete Unwahrheiten richtig zu stellen - selbst wenn diese Richtigstellungen durch die Gerichte betätigt und durch die unabhängige APA verbreitet werden", so Sichrovsky.

Ein derartiges Verhalten sei in einer anderen westlichen Demokratie undenkbar. Die angeblich unabhängige Presse in Österreich fühle sich im Gegensatz zu Medien in anderen demokratischen Ländern nicht an den Grundsatz gebunden, Meinung und Nachricht zu trennen und Falschmeldungen zu korrigieren, kritisierte Sichrovsky.

"Die Nachrichtenteile der meisten österreichischen Zeitungen, Magazine, Rundfunk und TV geben die politische Meinung der Herausgeber, Chefredaktionen und Redakteure unreflektiert wieder. Politische Vielfalt und Verantwortung für eine wahrheitsgetreue Berichterstattung werden offensichtlich nicht als journalistische Verpflichtung gegenüber Lesern, Hörern und Sehern erlebt", schloß der Abgeordnete. (Schluß)

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