AK: Höherer Benzinpreis kommt nicht in Frage

OMV sehr unsensibel

Wien (OTS) - Eine Erhöhung des Benzinpreises kommt nicht in
Frage: Das erklärt die AK auf den neuerlichen Vorstoss der OMV, dass in Österreich der Benzinpreis angeblich zu niedrig sei. Die Spanne, die sich die Mineralölwirtschaft in einer freiwilligen Verpflichtung im Frühjahr gegeben habe, betrage 40 Groschen pro Liter netto über dem europäischen Durchschnittspreis und werde voll ausgeschöpft. Das ständige Klagen der OMV habe Tradition, werde aber durch Wiederholung nicht glaubwürdiger. Die AK bezeichnet den Vorstoss von OMV-Generaldirektor Schenz als höchst unsensibel, derzeit sei der Benzinpreis wegen des hohen Rohölpreises auf seinem höchsten Niveau. ****

Erst im März hat die OMV die Dividende für die Aktionäre von 28 auf 31 Prozent angehoben, jetzt jammere sie schon wieder, kritisiert die AK.

Jahrelang sei in Österreich der Nettopreis (vor Steuern) für Treibstoffe um bis zu 80 Groschen über dem EU-Niveau gelegen. Nachdem alle Begründungen für diese überhöhten Preise widerlegt werden konnten, sah sich die Mineralölwirtschaft gezwungen, den Preis zu senken. Die freiwillige Verpflichtung sieht ein Preisband von maximal 40 Groschen pro Liter über EU-Niveau vor. Die wöchentliche Überprüfung der Einhaltung dieser Verpflichtung zeigt, dass die Mineralölwirtschaft diese 40 Groschen auch voll ausnützt.

Was noch vor einem halben Jahr als ausreichend galt, kann jetzt nicht schon wieder zu wenig sein. Auch die Begründung der hohen Umweltauflagen weist die AK als ungerechtfertigt zurück. Die Mineralölwirtschaft vergesse immer darauf, dass die Einführung der Gaspendelleitungen von den Konsumenten finanziert wurde. Den Treibstoffirmen sei ein Aufschlag für die Umstellungsphase gewährt worden, der nach der Phase aber nicht zurückgenommen worden sei. Jetzt müsse dieses Argument schon wieder herhalten, kritisiert die AK.

Derzeit seien die Treibstoffpreise auf höchstem Niveau, erklärt die AK, der Grund sei der gestiegene Rohölpreis. Es sei äußerst unsensibel, so die AK, gerade jetzt eine Benzinpreiserhöhung anzudrohen.

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