Landeskonferenz der Jungen Generation der SPÖ-Niederösterreich

Die Zukunft ist "sozialdemokratisch" und "solidarisch"

St. Pölten, (SPI) - Die Junge Generation der SPÖ hält heute Samstag, den 23. Oktober 1999, ihre ordentliche Landeskonferenz ab. Im Haus der Begegnung in Gaming im Bezirk Scheibbs referierte und diskutierte die Jugendorganisation der SPÖ-Niederösterreich über aktuelle politische Fragen. Gäste der Veranstaltung waren SPÖ-NÖ Landesvorsitzender Innenminister Mag. Karl Schlögl, Landesrat Dr. Hannes Bauer und Bundesminister a.D. Karl Blecha. Eine Reihe von Anträgen wurde beschlossen.****

"Die Junge Generation in der SPÖ-Niederösterreich sieht sich nicht nur als Vertretung der Jugend, wir möchten vor allem wichtige Themen der Zukunft politisch aufbereiten und gezielte Schwerpunkte, welche die Menschen bewegen, aufgreifen. Die Zukunft ist für uns sozialdemokratisch und solidarisch - die JG plädiert deshalb auch für eine Neuorientierung der Politik weg von Statistiken, Umfragen und Spin-Doktors hin zu einer intensiveren Hinwendung zu den Menschen", so der neugewählte JG-Landesvorsitzende Robert Laimer. Die Stärke der SPÖ lag schon immer im persönlichen Gespräch mit den Menschen - wir müssen uns wieder auf diese Stärke besinnen. Schwerpunkthemen der JG-Landeskonferenz waren:

Vier Wände zum Wohnen, und trotzdem Geld zum Leben

Wohnen in den eigenen vier Wänden soll jedem jungen Menschen möglich sein. Horrormieten, Wohnungen in desolaten Zuständen und Ablösen in unfinanzierbaren Höhen lassen den Traum von den eigenen vier Wänden zum Alptraum werden. Aus diesem Grund startet die Junge Generation eine Wohnkampagne für ein leistbares Wohnen. 
Die Junge Generation fordert daher:

  • Senkung der Wohnbaukosten
  • Mehr sozialen Wohnbau
  • Abschaffung von Anzahlungen bei Mietkaufmodellen
  • Indexanpassung bei der Wohnbeihilfe
  • Mietehärteausgleichsfonds für nicht geförderte Mietwohnungen oder Direktförderung
  • Neuschaffung der Kategorie Sozialer Geschosswohnbau im Flächenwidmungsplan
  • Errichtung eines Grundstückpools für den sozialen Wohnbau durch Land, Gemeinden und Wohnbaugenossenschaften
  • Prämien für kostengünstiges Bauen und Planen
  • Entwicklung kostengünstiger Typenhäuser (Einsatz von vorgefertigten Bauteilen etc.)
  • Bauvergabe an Generalunternehmer bzw. Bauhandwerkerkooperationen
  • Unbürokratische Bauverfahren
  • Bau von Jugendwohnhäusern als Startwohnungen für junge Menschen
  • Mehr Mittel für den sozialen Wohnbau durch Budgetumschichtung (vom Einfamilienhauswohnbau zum sozialen Geschosswohnbau)
  • Überarbeitung der Förderungskriterien in den Bundesländern
  • Einführung einer Wohnbaubörse
  • Zusammenschluss von Gemeinden für ein gemeinsames Wohnbaukontingent.   Mahr Geld für Junge - "Mehr Kohle für Junge, damit der Ofen nicht kalt bleibt"

Nach der Lehre, Schule oder Uni geht's ab ins eigenständige Leben. Oft aber ist die Enttäuschung groß, wenn junge Leute ihren ersten Lohn- oder Gehaltszettel in Händen halten. Gerade für den Start ins eigenständige Leben brauchen wir viel Kohle. Wohnung, Auto, Familiengründung müssen erst einmal bezahlt werden. Im Durchschnitt sind junge Familien mit ATS 700.000,- verschuldet. Eine Neuverteilung des Lebenseinkommens kann hier Abhilfe schaffen. Höhere Monatsbezüge am Anfang des Berufslebens und niedrigere Steigerungen zum Ende hin. Die Junge Generation in der SPÖ - NÖ fordert: "Mehr Kohle für Junge, damit der Ofen nicht kalt bleibt."

"Gleichstellung ist die Zukunft" - Frauen sind noch immer benachteiligt

Auch zur Jahrtausendwende sind noch immer Ungleichheiten vorhanden. Kein Wunder: So verdienen Frauen im Schnitt fast ein Drittel weniger als Männer. Die Arbeitslosenrate der Frauen beträgt 7,4%, während nur 6,9% der Männer keine Arbeit haben. Auch die Kinder- und Altenbetreuung erfolgt fast ausschließlich von Frauen. Unbezahlt. Zwar haben Vorkämpferinnen schon einiges erreicht, indem sie immer hartnäckig auf diese Missstände aufmerksam machten, aber es muss da noch sehr viel getan werden.

Die JG fordert daher:

  • Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit
  • Frauenförderung im Bildungssystem
  • Aktive Arbeitsmarktpolitik speziell für Mädchen und ältere Frauen
  • Recht und Möglichkeit auf Vereinbarkeit von Beruf & Familie
  • 50% Frauen in der Politik
  • Gleichstellung von Frau und Mann am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft

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