Dirnberger: Buseks Äußerungen sind entbehrlich

Rechtssicherheit und Kollektvverträge machen AK und Gewerkschaften unverzichtbar

Wien (OTS) - Als "überaus entbehrlich" bezeichnete heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger(ÖAAB) die Äußerungen von Erhard Busek in der Tageszeitung Die Presse vom 21.10.1999 zur gegenwärtigen Lage der heimischen Politik. "Von jemanden, der immer eine Politik der verbrannten Erde betrieben hat, und wo immer er in der ÖVP als Obmann tätig war, Katastrophen-Ergebnisse hinterlassen hat, braucht niemand gute Ratschläge", so der ÖVP-Arbeitnehmervertreter. Die rhetorische Brillanz und das gewandte Auftreten Buseks täuschen darüber hinweg, dass es, außer einem einmaligen respektablen Wahlergebnis in Wien, keine politischen Erfolge in der Lebensgeschichte des "bunten Vogels" gibt. Daher begrüßt er, Dirnberger, den seit ÖVP-Obmann Schüssel erfolgten Rückzug Buseks aus der aktiven Politik.

Zur Kritik Buseks an den Kammern und Gewerkschaften - Busek im Presse-Interview: "Was würde denn im Leben der Menschen fehlen, wenn es sie nicht mehr gäbe?" - beweist nur einmal mehr wie wenig Ahnung Busek von den Anliegen, Wünschen und Problemen der Österreicher hat, kritisiert Dirnberger. "Nur aus einer überhöhten intellektuellen Sicht, die noch dazu finanziell bestens abgesichert ist, lassen sich solche Aussagen treffen. Alleine die jährlichen Kollektivvertragsverhandlungen, die von den Gewerkschaften geführt werden, sind für Millionen österreichischer Arbeitnehmer unverzichtbar. Oder glaubt Herr Busek, dass sich die Verkäuferin beim Billa dann alleine auf sich gestellt erfolgreich mit dem Herrn Veit Schalle ihr Gehalt verhandeln kann oder der Bauarbeiter mit der Porr AG, oder der Versicherungsangestellte mit dem Herrn Sellitsch? Die jährlich von zig-tausenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern angeforderten kostenlosen Rechtsberatungen und Rechtsvertretungen der AK sind Garant, dass in Österreich im Arbeits- und Sozialbereich nicht nur Recht normiert, sondern für den einzelnen auch durchgesetzt werden kann. Gewerkschaften und Arbeiterkammer sind für die österreichischen Arbeitnehmer unverzichtbar, die Äußerungen Buseks und seine Einmischungen in die Politik braucht niemand. Enttäuschte Verlierer sind schlechte Ratgeber", sagt Dirnberger.

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