Gewerbeverein: Krankenstandsskandal bei Beamten - Pragmatisierung sofort beenden

Wien (OTS) - "Der Skandal - den die WIFO-Studie aufzeigt - dass
die Krankenstandsrate bei pragmatisierten Beamten zwölf Prozent beträgt (Vergleich: Privatwirtschaft: 4,3 Prozent) muss Anlaß für ernste Konsequenzen sein - so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) in seiner Aussendung.

- Dass pragmatisierte Beamte infolge ihres "enormen" Arbeitsstresses schon immer sehr krankheitsanfällig waren, ist seit Jahrzehnten bekannt. Getan wurde bisher nichts. Es gibt aber auch ernstgemeinte Studien, die nachweisen, dass permanente Unterforderung ebenfalls zu hohen Krankheitsraten führt. In diesem Sinn sollte ein sofortiger Einstellstopp im öffentlich-rechtlichen Bereich die Beamtenanzahl um etwa dreißig Prozent mittelfristig reduzieren.

- Die Sicherheit der Unkündbarkeit verführt offensichtlich zu einem Schlendrian, der jedes privatwirtschaftlich geführte Unternehmen in eine Insolvenz führt.

- Der ÖGV betont immer wieder, dass der öffentlich-rechtliche Bereich wie ein Unternehmen zu führen sei. (kurz,- mittel- und langfristige Finanzplanung, etc.)

- Die Pragmatisierung wäre für ein privatwirtschaftliches Unternehmen undenkbar - sie ist deshalb auch (mit den wenigen Ausnahmen wie Justiz und Sicherheit) - so fordert der ÖGV -unverzüglich abzuschaffen; Übergangsbestimmungen würden kontraproduktiv weit ins nächste Jahrhundert reichen.

- Vor allem aber sind Vorgesetzte (Minister und Sektionschefs) mit "besonders krankheitsanfälligen" Beamten in deren Verantwortungsbereich rechtlich zur Verantwortung zu ziehen.

- Es ist nicht zu dulden, dass Österreich eine Zwei-Klassengesellschaft hegt - bestehend aus jenen, die die Steuern aufbringen, mit denen die Beamten bezahlt werden und den Beamten, die es sich auf Kosten der "dummen Steuerzahler" gutgehen lassen.

- Scheinargumente - wie jene von "Oberbetonierer", GÖD-Chef Neugebauer - sollte man endlich ins Reich der Fabel verweisen. Wenn ein gelernter Lehrer derartige Werte an seine Schüler weitergibt, dann ist es um Österreichs Zukunft nicht gut bestellt.

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