Streit auf Kosten der Postbediensteten GLB: Ein entbehrlicher Beitrag

Wien (OTS) - Die schon seit längerer Zeit in den Medien öffentlich geführte und vorurteilsbeladene Kampagne gegen Postbedienstete hat nun offensichtlich auch in der Postgewerkschaft Einzug gehalten. Als kontraproduktiv bezeichnet der Fraktionsvorsitzende des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB) Post, Robert Hobek, die in der ORF-Sendung "Der Report" vom 19. Oktober 1999 zur Schau getragenen innergewerkschaftlichen Konflikte und Probleme.

Anstatt den wahren Schuldigen für den Personalnotstand und das schlechte Betriebsklima bei der Post zu nennen, wird den ohnehin schon demotivierten und frustrierten Bediensteten ein innergewerkschaftlicher Machtkampf geboten. Der Tiroler Landesvorsitzende Zangerl (Fraktion Christlicher Gewerkschafter -FCG) legte ein unsolidarisches Verhalten an den Tag und treibt damit einen noch tieferen Keil in die ohnedies verunsicherte und sich vielfach von der Gewerkschaft im Stich gelassen fühlende Belegschaft.

Anstatt verstärkt auf die Bundesregierung - als Eigentümervertreterin der Post - und das Management Druck auszuüben, um den nicht mehr zu verantwortenden Personalabbau bei Post und Telekom zu stoppen, verlegt sich der schwarze Pseudo-Revoluzzer auf eine rechtspopulistische Auseinandersetzung, mit der keinem Bediensteten des Unternehmens geholfen ist. Ein gefundenes Fressen für das Postvorstandsmitglied Kaniak, der diese Äußerungen prompt als Ansporn zu einer noch schärferen Gangart wertet.

Wir vom GLB halten so eine Auseinandersetzung für mehr als entbehrlich und lehnen diese Art der Diskussion vehement ab. Auch wir haben Probleme mit der Politik der Gewerkschaftsführung. Diese bringen wir aber unseren Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben nahe und üben Kritik dort, wo sie hingehört. So haben wir es am Gewerkschaftstag der Post und Telekom im Juni 1999 gehalten – das Gleiche würden wir auch den Tiroler Kolleginnen und Kollegen anraten und allen anderen, die Probleme haben. Der Gang in die Medien ohne eine entsprechende Information über die sachlichen Hintergründe hilft nur jenen Kräften, die den ÖGB und den Betrieben im öffentlichen Eigentum Schaden zufügen wollen. Solch ein Vorgehen bewertet der Vorsitzende des GLB-Post, Robert Hobek, als eigennützig, kurzsichtig und unkollegial. Mehr noch: Es stellt eine Belastung für alle dar, die sich für die Interessen der Postbediensteten tagtäglich im Betrieb einsetzen.

Die Linksgewerkschafter erwarten sich vom Vorsitzenden der Postgewerkschaft, Dörfler, ein mahnendes Eingreifen zur rechten Zeit. Angebracht wäre die Durchführung einer gesamtösterreichischen Vertrauensleute-Konferenz, um eine einheitliche Vorgangsweise gegen den Personalnotstand und ungerechtfertigte Managementschritte zu erarbeiten. Dem Kollegen Zangerl sei ins Stammbuch geschrieben:
Unsere Belegschaft braucht Unterstützung und Solidarität statt parteipolitisch motivierte Gockelkämpfe !

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