AK: Bankdefizite bei Girokonten "nur die halbe Wahrheit"

Preiserhöhungen bei Privatkunden nicht notwendig - Banken sollen bei Geschäftskunden vorsichtiger sein

Wien (OTS) - Für überzeichnet hält die AK das Jammern der Banken über ihre Verluste bei den Girokonten. Das sei schließlich nur ein Teil des Geschäftes, das die Banken mit ihren Privatkunden machen, argumentieren die AK Konsumentenschützer. Aus Krediten, Sparen, Versicherungen und so weiter würden die Banken an den Privatkunden gut verdienen, das Girokonto sei dafür der Einstieg. Daher sei es ungerecht, über das (angeblich) billige Grundpaket zu klagen, wenn das Geschäft mit den Extras gemacht würde. Außerdem sollen die Banken bei den Geschäftskunden stärker auf ihren Ertrag achten, fordert die AK. Derzeit sei es so, dass die Privatkunden hereinbringen müssten, was bei "faulen Geschäften" mit Kommerzkunden verloren gehe. Die AK werde kritisch beobachten, ob diese Studie als "Argument" für Preiserhöhungen herhalten müsse. Weitere Gebührenerhöhungen hält die AK für nicht notwendig. ****

Privatkunden sind die eigentlichen Ertragsbringer der Banken, erklären die AK Konsumentenschützer zur gestern von der Sektion Banken in der Wirtschaftskammer veröffentlichten Studie über die angeblich hohen Verluste bei Girokonten. Zu diesem Ergebnis könne man nur kommen, wenn man ein "Einzelgeschäft" heraushole. Die Banken machen aber den eigentlichen Umsatz mit den Privatkunden in anderen Bereichen, das Girokonto sei dafür der "Türöffner".

Grundsätzlich sollten die Banken stärker darauf achten, Verluste im Kommerzkundengeschäft zu verringern. Dort werden viel zu oft leichtfertig und zu wenig geprüft Riesensummen vergeben, die dann abgeschrieben werden müssten.

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