Demel-Belegschaft plant Kampfmaßnahmen

Business-Plan sieht für heuer Verluste von 16,868 Millionen Schilling vor

Wien (OTS) - Das Personal des Wiener Traditions-Cafes Demel droht der Geschäftsführung mit gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Format in seiner morgen, Samstag, erscheinenden Ausgabe. Format zitiert exklusiv aus einer Analyse der Unternehmensberaterungsgesellschaft Roland Berger und aus dem jüngsten Business-Plan des Hauses am Kohlmarkt.

Demnach hat die K. u. K. Hofzuckerbäckerei Ch. Demel's Söhne GmbH in den vergangenen beiden Jahren Verluste von rund insgesamt 50 Millionen Schilling erwirtschaftet. Nache einem Abgang von 27,68 Millionen Schilling, waren 1998 23,046 Millionen zu verzeichnen. Auch für 1999 sind Verluste in der Höhe von 16,868 Millionen budgetiert, berichtet das Magazin.

Laut Business-Plan soll der Personalstand von derzeit 80 auf 66 Mitarbeiter reduziert werden, zugleich wird die Produkpalette gestrafft.

Format zitiert Demel-Betriebsrätin Herta Schleiffer: "Wir fürchten, daß die Tradition des Hauses vor die Hunde geht. Wir fühlen uns nicht der Geschäftsführung sondern dem Mythos Demel verpflichtet", so Schleiffer.

Die Belegschaftvertreterin kündigt "Kampfmaßnahmen" an. Demnach seien in einem ersten Schritt Protestaktionen der Belegschaft in den Räumlichkeiten des Cafes geplant. Schleiffer will weitergehende Aktionen nicht ausschließen.

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