Titel: Heide Schmidt: "Klestil macht Nazi-Methoden salonfähig" Untertitel: Schmidt schließt Hecht als Nachfolgerin dezidiert aus

Wien (OTS) - Heftige Kritik an Bundespräsident Thomas Klestil übt die Bundesobfrau des Liberalen Forums, Heide Schmidt. In einem Interview für die am Samstag erscheinende Nachrichtenmagazin Format kritisiert sie die Vorgangsweise Klestil, FPÖ-Chef Jörg Haider nicht aus der Runde der Sondierungsgespräche auszuschließen: "Ein Bundespräsident, dessen einziger Maßstab für Parteien daran liegt, daß sie demokratisch ins Parlament gewählt sind, hat nicht jenes Maß von politischer Verantwortung, das ich erwarte." Schmidt weiter: "Für Menschen, die jetzt zu Sondierungsgesprächen eingeladen sind, ist ein untadeliges Verhältnis zur Vergangenheit Voraussetzung. Damit trägt der Bundespräsident dazu bei, daß Nazi-Methoden der Freiheitlichen in Österreich salonfähig werden."

Erstmals schließt Heide Schmidt die Wiener Landesparteivorsitzende Gabi Hecht als ihre Nachfolgerin aus. Schmidt auf die Frage, ob sie Hecht nach den Querelen um die Wahlschulden noch in Betracht zieht, ihre Nachfolgerin zu werden: "So wie jetzt von ihr die letzten zwei Wochen gehandhabt wurden, wäre das keine gute Voraussetzung."

Auf die Frage nach einer allfälligen Rückkehr an die Spitze des LIF im nächsten Jahr sagt Schmidt: "Ich habe es nicht notwendig, etwas auszuschließen. Ich muß keine taktischen Spielereien vom Herr Notar abwärts zu machen. Das habe ich immer für lächerlich empfunden. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge habe ich nicht die Absicht zu kandidieren. Aber es geht mir ums Liberale Forum, und ich weiß nicht, welche Situation sich dem Liberalen Forum im Jänner stellt."

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