Korrektur zu OTS 0245

PWK - In der OTS-Meldung 0245 muss es im ersten Absatz korrekt heißen: ****

Energisch weist der Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, Günter Stummvoll, die jüngste Kritik der Großindustriellen Raidl, S T R A H A M M E R (statt Mittterbauer) ...

Die korrigierte Meldung lautet:

"Wirtschaftskammer Österreich hat seit 1995 1 Mrd.S
eingespart!"

Utl.: Stummvoll: Sind zu jeder vernünftigen Reform bereit, solange Interessen der vielen "Kleinen" nicht unter die Räder kommen =

Energisch weist der Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, Günter Stummvoll, die jüngste Kritik der

Großindustriellen Raidl, Strahammer und Prinzhorn zurück, die Wirtschaftskammerorganisation sei reformunwillig und verschwenderisch: "Wir verfolgen seit Jahren einen permanenten Prozess der Organisationsentwicklung, der selbstverständlich in den nächsten Jahren forciert fortgesetzt wird." Stummvoll verweist dabei auf bereits umgesetzte Reformen in der Wirtschaftskammerorganisation.

So wurde die Pragmatisierung von Mitarbeitern bereits abgeschafft, während sie im öffentlichen Dienst und anderen Bereichen weiter existiert.

* Statt dem Pensionszuschuss der Kammer wurde ein modernes beitragsorientiertes Pensionskassenmodell eingeführt.

* Als bislang einzige Organisation hat die Wirtschaftskammer bei

der Entlohnung das Biennialsystem abgeschafft.

* Und nicht zuletzt wurde der Aufwand in der Wirtschaftskammer Österreich seit 1995 um eine Milliarde Schilling gesenkt, die Zahl der Mitarbeiter um 10 Prozent reduziert.

Stummvoll: "Wer da behauptet, es ist nichts an Reformen passiert, sagt die Unwahrheit. Wir werden aber natürlich auch in den kommenden Jahren die Reform weiter vorantreiben und unsere Organisation und unsere Ausgaben den geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen. Dazu bedarf es keines Zurufs von außen. Wir sind zu jeder vernünftigen Reform - seien es Straffungen, Einsparungen oder Ausgliederungen - bereit, solange nicht das gute Serviceangebot für die vielen kleinen Betriebe in Frage gestellt wird, solange nicht die Interessen der vielen Kleinen unter die Räder kommen."

Was die Kritik der Großindustriellen an der Zahl der Landeskammern und Fachorganisationen betrifft, kontert Stummvoll: "Als Selbstverwaltung der Wirtschaft haben wir uns nach den Mehrheitsentscheidungen unserer Mitglieder zu richten. Wenn diese einen bestimmten Fachverband oder eine Innung haben wollen und auch selbst über Grundumlagen finanzieren, dann wird das gemacht. In der Kammer gilt der demokratische Grundsatz: Wir passen das System den Wünschen der Mitglieder an und nicht die Mitglieder dem System. Ein paar Großindustrielle können jedenfalls nicht die Struktur der Kammerorgananisation gegen eine Mehrheit der kleineren Betrieben diktieren." Wenn etwa eine Mehrheit von Mitgliedern für eine deutliche Straffung der Organisation auf Bundes- und Landesebene plädiere, werde dies selbstverständlich umgesetzt. Er habe aber auch von der Industrie noch nie den Wunsch gehört, ihre Fachvertretung etwa nur auf Bundesebene zu organisieren.

Was die von den großindustriellen geforderte Beitragssenkung um 45 Prozent betrifft, sagt Stummvoll: "Einsparungen von knapp der Hälfte bei Aufrechterhaltung eines ordentlichen Leistungsangebots sind praktisch in keinem Unternehmen möglich. Die Forderungen der Großindustrie laufen im Prinzip darauf hinaus, die Wirtschaftskammerorganisation ausschließlich nach ihren Vorstellungen zu verändern, ohne auch nur einen Funken Rücksicht auf die Bedürfnisse der Klein- und Mittelbetriebe zu nehmen. Werden ihre Vorschläge eins zu eins umgesetzt, wird die Servicequalität der Wirtschaftskammerorganisation für die vielen kleinen Mitglieder entscheidend geschwächt. Das reicht von der Außenwirtschaftsorganisation über das WIFI bis hin zur Rechtsberatung. Im Unterschied zu Großindustriellen kann sich aber die Mehrzahl der vielen kleineren Unternehmen keine eigene Export-oder Rechtsabteilung leisten. Und genau hier springt die Wirtschaftskammerorganisation mit ihrem vielfältigen Serviceangebot ein; von den Bezirksstellen bis hin zum WIFI. Aber nochmals: Weitere sinnvolle Einsparungen werden kommen."

Stummvoll wies auch Kritik an zu wenig Jungunternehmerförderung und mangelnde Liberalisierungen zurück: "Durch unsere Beratungsoffensiven auf Bundes- und Landesebene steigen die Jungunternehmerzahlen kräftig an. Drei Landeskammer sind - ganz in meinem Sinn - dabei, die Eintragungsgebühren für Jungunternehmer zu streichen."
(Schluß) MH

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