ÖCV warnt vor Gesamtschule

"Kooperationsschule ja, aber Gesamtschule nicht durch die Hintertüre einführen"

Innsbruck (OTS) - Der Präsident des Österreichischen Cartellverbandes (ÖCV), Mag. Christian Gehrer, warnte am Donnerstag vor der scheibchenweisen Einführung der Gesamtschule durch unzeitgemäße Bildungspolitiker der Wiener SPÖ und der Wiener Grünen. "Der ÖCV begrüßt das neue Modell der Kooperativen Schule. Es darf aber keinesfalls dazu mißbraucht werden, die Uralt-Idee der Gesamtschule wieder aufzuwärmen. Niemand braucht die Eintopf-Schule. Alle Kinder brauchen aber individuelle Förderung durch unterschiedliche, leistungsfördernde Schultypen", betonte Gehrer. ++++

Am 20.10.1999 haben alle Wiener Parteien das Modell der Kooperativen Schule vorgestellt. Wenn es mit diesem Modell gelingt, die Nahtstellen zwischen der Hauptschule, der BHS und der AHS zu verbessern, damit die Ausbildung für die jungen Leute vielfältiger werde, dann sei das ganz im Sinne der ÖCV-Bildungspolitik, sagte Gehrer. Keinesfalls dürfe aber dieser neue schulpolitische Ansatz als erster Schritt für eine unangebrachte Verschmelzung der verschiedene Schultypen mißinterpretiert werden. "Die ersten Anzeichen dafür gibt es bereits", sagte Gehrer. "Die Sozialdemokraten und Grünen sind bisher mit der Idee der Eintopf-Schule gescheitert. Kein Wunder, daß sie jetzt versuchen, über den Umweg anderer Schultypen ihre verstaubten Bildungskonzepte zu verwirklichen. Daher muß heute mit aller Deutlichkeit festgehalten werden: Die Kooperative Schule darf keinesfalls in die Umsetzung der Gesamtschule münden."

Erfahrungen in anderen Ländern zeigte, daß die Gesamtschule zu einer Verschlechterung, nicht Verbesserung des Ausbildungsniveaus der 10 bis 14jährigen führt, sagte Gehrer. Wenn es gelingt, durch fächer-und schulübergreifende Projekte das Ausbildungsniveau vor allem in den Hauptschulen zu verbessern, dann habe die Kooperative Schule eine wichtige Aufgabe erfüllt. Abschließend wies der ÖCV-Präsident darauf hin, daß die Ausbildung der Mittelschüler laufend verbessert werden müsse, damit der Übergang zu den Universitäten in Zukunft reibungsloser funktioniere als bisher.

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