Initiative Arznei & Vernunft: Neue Therapie-Empfehlung "Osteoporose" präsentiert

Wien (OTS)-Die Initiative Arznei & Vernunft, eine europaweit einzigartige Kooperation zwischen Pharmawirtschaft und Sozialversicherung, hat heute, Mittwoch, in Wien ihre neueste Therapie-Empfehlung zum Thema "Osteoporose" (Knochenschwund) vorgestellt. Namhafte österreichische Experten haben diese Therapie-Empfehlung, die den letzten Stand der Wissenschaft in Prävention und Therapie dieser Krankheit widerspiegelt, aber auch ökonomische Kriterien nicht unbeachtet lässt, erarbeitet.

Die Therapie-Empfehlung wird von der Initiative Arznei & Vernunft allen in Österreich niedergelassenen Allgemeinmedizinern, Internisten, Gynäkologen, Unfallchirurgen und Nuklearmedizinern zur Verfügung gestellt werden. Die in der Empfehlung enthaltenen Vorgehensweisen in Prävention und Therapie stellen eine unverbindliche Leitlinie für die behandelnden Ärzte dar; ihre therapeutische Freiheit wird dadurch nicht in Frage gestellt.

Osteoporose-Bekämpfung: Herausforderung für die Zukunft

Dass Osteoporose ein "Thema" ist, beweist schon allein die Statistik:

Alle 30 Sekunden erleidet jemand in Europa einen durch Osteoporose bedingten Knochenbruch;
jede/r dritte ÖsterreicherIn über 50 wird an Osteoporose erkranken; nur einer von fünf Betroffenen wird rechtzeitig und richtig behandelt;
nach einer Schenkenhalsfraktur versterben ein Drittel der Patienten an den Komplikationen, ein weiteres Drittel bleibt zeitlebens behindert, und nur das vebleibende Drittel wird weitgehend wieder hergestellt.

Die Kosten durch Schenkelhalsfrakturen betragen derzeit in Österreich pro Jahr 1,9 Milliarden Schilling; rechnet man notwendige Nachbetreuungs- und Rehabilitationsmaßnahmen dazu, betragen die Kosten annähernd 6 Milliarden Schilling.

Osteoporose muss - nicht nur in Österreich, sondern europaweit - als Volkskrankheit betrachtet werden. Die Bekämpfung der Osteoporose, von der mehr Frauen als Männer betroffen sind, stellt daher eine der größten Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit dar.

"Knochenharter Lifestyle": Die beste Strategie gegen Osteoporose

Bis zum 30. Lebensjahr erreicht jeder Mensch seine größte Knochendichte. Diese ist je nach Veranlagung und Lebensumständen unterschiedlich. Danach nimmt die Knochendichte wieder ab. Es gilt daher, dieser Krankheit bereits ab dem Kindesalter die Stirn zu bieten.

Die wichtigsten Strategien, um lebenslang einem Knochenschwund entgegenzuwirken:

Kalziumreiche Ernährung (Milchprodukte, Käse, Joghurt) Regelmäßige körperliche Aktivität
Verzicht auf Rauchen
Mäßiger Alkoholkonsum
Ausreichende Vitamin D-Versorgung - auch Sonnenlicht fördert die Vitamin D-Bildung.

Patienteninformation in allen Apotheken

Um der Bevölkerung weitgehende Informationen zur Prävention und Therapie von Osteoporose zu geben, hat die Initiative Arznei & Vernunft in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Apothekerkammer neuerlich Patientenbroschüren gestaltet, die in den nächsten Wochen in allen Apotheken für Interessierte gratis verfügbar sein werden.

Arznei & Vernunft im Internet

Die Therapieempfehlung "Osteoporose" und die bisherigen Therapie-Empfehlungen der Initiative Arznei & Vernunft, sowie weiterführende Informationen zur Initiative Arznei & Vernunft sind auch im Internet auf den Websites der Pharmig (http://www.pharmig.or.at) und der Sozialversicherung
(http://www.sozialversicherung.co.at/hauptverband) verfügbar.

Breite Unterstützung für Arznei & Vernunft

Die Initiative Arznei & Vernunft, 1994 auf Anregung der Pharmig ins Leben gerufen, findet seit langem breite Anerkennung und Unterstützung von maßgeblichen Stellen und Instituten, wie z.B. dem Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, der Österreichischen Ärzte- und Apothekerkammer, und der Bundesarbeitskammer. Seit der Gründung der Initiative wurden folgende Therapie-Empfehlungen erarbeitet:

Blutfette (erstmals erschienen 1997, aktualisiert 1999)
Infekt (Antibiotika)
Magenkrank (Ulcustherapeutika)
Osteoporose

Die entsprechenden Patienteninformationen zu Blutfette, Infekt und Magenkrank können kostenlos von Interessierten über die Pressestellen der Pharmig und des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger bestellt werden. Die Patienteninformation zum Thema Osteoporose wird in Kürze in allen heimischen Apotheken aufliegen.

++/rm

Nähere Informationen:
Pharmig-Pressestelle
Pressestelle des Hauptverbandes der österr. Sozialversicherungsträger

Ruth Mayrhofer
Tel. +43/1/523 29 56
e-mail: pharmig-mayrhofer@apanet.at
Mag. Andrea Rogy
Tel. +43/1/71132-1123
e-mail: andrea.rogy@hvb.sozvers.at

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