Most - Landessäure oder doch mehr?

Christoph Wagner schrieb Buch über beliebtes Getränk

St.Pölten (NLK) - Der Most ist die mundartlich gewordene "Landessäure", sagen die einen. Die anderen berufen sich jetzt auch auf den Autor Christoph Wagner, der dem alkoholischen Getränk einen schmalen, aber feinen Band widmete. Lois Lammerhuber machte dazu die Fotos, und was bei Wagner textlich exzellent aufbereitet wird, hebt er in die Sphären des bildnerischen Belichtens. Kurzum: Ein weiterer Band des auch kulinarisch sehr aktiven Pichler-Verlages entstand.

Wagner bemerkt zu Recht, daß das "Saufgetränk" Most vermutlich nicht einmal das nächste halbe Jahrhundert überstehen wird, der zunehmenden Verfeinerung, verbunden natürlich mit dem andauernden Durst, ist aber ohne weiteres zuzutrauen, daß auch die fernere Zukunft glänzend gemeistert wird. Ausgehend von einer Landkarte über die Obstweingebiete Mitteleuropas, befaßt sich der Autor vor allem mit dem österreichischen Getränk. Hier wird besonders auf die echten Mostviertler verwiesen, deren Streuobstlagen zum Beispiel das Gebiet rund um die Stadt Haag - oder das Produkt - zu einer echten "Einstiegsdroge" in die Welt der Mostkultur machen. Aber natürlich stehen auch Oberösterreich, die Steiermark und Kärnten, dazu noch das Burgenland und mit einer Adresse auch Wien auf der Landkarte des echten Most-Freaks. "A Mosthaus, a guat’s Haus" läßt sich die Abschweifung in die Geschichte des Mostpressens und die ganze reichhaltige Landschaft rund um die anonyme Architektur bezeichnen. Die zahllosen Apfel-Varianten und die rund 130 Birnsorten werden genauso abgehandelt, wobei die Rote Hanglbirne als "Chardonnay" der Kenner gilt, wie die Künste der Faßbinder oder die Geschmacksvarianten der Mostfachleute und der optimalen Trinktemperatur, die je nach Säuregrad unterschiedlich ist. Am Ende des Buches stehen die besten Mostrezepte. Zur Erklärung: Der Most "regiert" durchaus auch das Essen der Region.

(Wagner, Christoph: Most. Fotografiert von Lois Lammerhuber. Wien:
Pichler Verlag GmbH. 1999. 268 Schilling.)

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