"Operation spring" im Parlament?

Bringt Angst uns alle weiter oder nur so manche an die Macht?

Wien (OTS) - An

Jörg Haider
Wolfgang Schüssel
Viktor Klima

Der Österreichische Verein für Drogenfachleute (ÖVDF) gibt im Auftrag des Arbeitskreises für Kommunikative Drogenarbeit (AKDA) folgende Stellungnahme ab:

Wir distanzieren uns schärfstens von der von allen drei Großparteien betriebenen Instrumentalisierung der Thematik "illegale Drogen".

Es ist in höchstem Maße menschenverachtend, wie mit Ängsten und Sorgen der Bevölkerung politisches Kleingeld gemacht wird und Vorurteile geschürt werden. Die Reduzierung auf den Aspekt der Kriminalität verhindert eine differenzierte Sichtweise und sachliche Auseinandersetzung mit der eigentlichen Problematik und ebnet so den Boden für Diskriminierung.

Anstelle des bisher praktizierten Populismus fordern wir eine Entideologisierung des politischen Diskurses und die Etablierung einer Suchtpolitik, die sich auf die Erkenntnisse aus Praxis und Forschung stützt und seriöse fachspezifische Informationen an die Bevölkerung vermittelt.

Wir sehen die Notwendigkeit eines auf einem erweiterten Suchtbegriff basierenden Konzeptes, das die Bereiche Harm-Reduction, Behandlung, Prävention und Repression beinhaltet. Dabei muß, ebenso wie für die anderen Bereiche, auch für die Repression eine Kosten-Nutzen-Analyse und eine detaillierte Evaluation der Effizienz durchgeführt werden.

Wir empfehlen den politischen EntscheidungsträgerInnen dringend, unabhängige Fachleute der österreichischen Drogenarbeit mit der Erarbeitung der angeführten Veränderungen und Modelle zu beauftragen.

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Helmut Schober
Tel: 07242/45274
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