U2-Verlängerung: Es fährt ein Zug nach Nirgendwo...

LIF-Pöschl: Politischer Wille zur Erschließung von Wohn- und Betriebsgebieten nicht vorhanden - Zeitplan umstritten -P&R-Standorte nicht fixiert - Landschaftsschutzgebiet Prater gefährdet

Wien (OTS) Anlässlich der gestrigen Sitzung der Stadtentwicklungskommission, welche die U2-Verlängerung zum Thema hatte, sprach sich der Verkehrssprecher des Liberalen Forums Wien, Hanno Pöschl, erneut für eine raschestmögliche Fertigstellung der U2/5 aus. Er unterstrich die Forderung, die U2 nicht erst 2008, sondern bereits bis 2005 nach Stadlau zu führen. "Es fehlt leider der politische Wille von SPÖ und ÖVP, hier den 22. Bezirk schneller vom Verkehrschaos zu entlasten", so Pöschl.

Pöschl erwarte sich aber nicht nur eine zeitliche Vorantreibung des Projektes, wichtig sei vor allem, dass die U-Bahn dort hingebaut werde, wo tatsächlich Bedarf bestehe. "Dieser ist im 22. Bezirk eindeutig vorhanden, denn weder der öffentliche Verkehr noch der Individualverkehr - geprägt vom täglichen Stau auf der Südost-Tangente - bieten eine ausreichende Verkehrserschließung", zeigte Pöschl die Notwendigkeit der U2-Verlängerung auf.

Es mache aber wenig Sinn, die Stationen der U-Bahn-Linie 2/5 in unbebauten Gebieten zu errichten und damit Grundstücksspekulationen auf der "Grünen Wiese" Tür und Tor zu öffnen. Dies erwecke den Anschein, als habe Stadtrat Görg kein Interesse daran, die U-Bahn so auszubauen, dass sie den EinwohnerInnen des 22. Bezirkes zugute kommt, kritisierte der liberale Verkehrssprecher. Die U-Bahn-Stationen sollten im Zentrum möglichst dicht bebauter Gebiete angesiedelt werden. "Die Nichteinbindung von Stadlau und eine Endstelle vor dem Siedlungsgebiet Hirschstätten im Nirgendwo sind unerklärlich. Insbesondere da bekannt ist, dass sich der Bezirk einstimmig für eine Verlängerung Richtung Hirschstätten einsetzt", so der liberale Verkehrssprecher.

Auch die Tatsache, dass bis heute keinerlei konkrete Angaben über zukünftige P&R-Standorte gemacht werden können, spreche nicht unbedingt für das vorliegende Projekt. "Die P&R-Anlagen sind ein entscheidender Aspekt in der Verkehrsentlastung des 22. Bezirks. Hier noch keine konkreten Vorstellungen zu haben, ist nahezu fahrlässig", so Pöschl.

Auch die Frage des geplanten Betriebsgleises Richtung Erdberg sei zu erwähnen, welches durch das Landschaftsschutzgebiet des Praters führen soll. "In der Sitzung konnte keine überzeugende Begründung für die Notwendigkeit dieses Eingriffs in das Landschaftsschutzgebiet gegeben werden. Hier scheinen Interessen der Wiener Linien über die Naturschutzinteressen zu gehen", so Pöschl abschließend.

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