"KMSfB -Sportgewerkschaft"

Wien (KMSfB/ÖGB). Der 14. Bundeskongress des ÖGB hat die Aufnahme der Bezeichnung "Sport" in den Namen der Gewerkschaft Kunst, Medien, freie Berufe beschlossen. ++++

Kaum ein anderer Beruf erfreut sich einer derart großen öffentlichen Aufmerksamkeit wie der eines Fußballers oder Schifahrers. Kein Tag vergeht, ohne dass die Medien in breiter Aufmachung berichten. Längst sind es jedoch nicht nur die sportlichen Ereignisse, die den Ton angeben. Die gesamte Sportindustrie ist auch zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden.

Die finanziellen Hintergründe oder berufsspezifischen Probleme der Berufssportler wurden ebenso zum Inhalt der Berichterstattungen. Mit der Gründung der Fachgruppe Fußball hat sich der ÖGB diesem breiten Aufgabengebiet gestellt. Mittlerweile gibt es zum Beispiel in fast allen Profi-Fußballklubs auch gewerkschaftlich organisierte Spielervertreter. Das hat seinen guten Grund: Man findet sicher keine andere Berufsgruppe, die wie jene der Sportler im rechtlichen Niemandsland anzutreffen ist. Zwar wurde mit dem Bosman-Urteil das Problem der freien Arbeitsplatzwahl beseitigt, doch ist noch immer nicht geklärt, ob es sich bei Sportlern eigentlich um Arbeiter oder Angestellte handelt.

Daher ist es wenig überraschend, wenn berufsspezifische Probleme mit der gängigen Judikatur kaum zufrieden stellend geregelt werden können. Die ursprünglich von den Aktiven gestellte Forderung nach einem eigenen Sportgesetz wird daher mittlerweile auch von den Vereinen unterstützt. Erklärtes Ziel ist auch der Abschluss eines Kollektivvertrages, in dem die individuellen Problembereiche wie die soziale Absicherung im Verletzungsfall oder auch eine rechtswirksame Disziplinarordnung enthalten sein müssen.

Mit der Aufnahme der Bezeichnung Sport in den Namen der Gewerkschaft soll vor allem gegenüber der Öffentlichkeit ein Zeichen gesetzt werden. Ernst Körmer, der Vorsitzende der Gewerkschaft KMSfB: "Wir erwarten uns davon allgemein ein größeres Verständnis für unsere Bemühungen nach einer ordentlichen Regelung der beruflichen Rahmenbedingungen." (ew)

ÖGB, 21. Oktober 1999 Nr. 501

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