Weiterhin schwierige Marktbedingungen ots Ad hoc-Service: Heilit + Woerner Bau-AG <DE0006043003>

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Weiterhin schwierige
Marktbedingungen

Rückläufiger Auftragszugang, schwieriges Auslandsgeschäft, deutlich höhere Leistung - so stellt sich die Situation von Heilit+Woemer im Herbst des Jahres 1999 dar.

Zur allgemeinen Entwicklung der deutschen Bauindustrie

Die Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts zwischen 1,3 % und 2,1 % für 1999. Gleichwohl bleibt die Baukonjunktur weiterhin schwach, da sich die Talfahrt in der ostdeutschen Bauwirtschaft weiter beschleunigt.

Die Auftragssituation ist weiterhin unbefriedigend. Die Orderzugänge des Bauhauptgewerbes in Deutschland erhöhten sich von Januar bis Juli 1999 im Vorjahresvergleich lediglich um real 1,6 %. Dabei verzeichneten zwar die alten Länder ein reales Plus von 4 %, in Ostdeutschland hingegen war der Auftragseingang mit real Minus 4,6 % stark rückläufig.

Unterteilt nach Sparten sticht lediglich der Wirtschaftsbau ins Auge: Dieser verzeichnete sowohl in den alten als auch in den neuen Bundesländern ein Plus von real 6,5 % bzw. 1,8 %. Im Wohnungs- und öffentlichen Bau hingegen setzt sich die Talfahrt im Osten weiter fort, was in einem realen Minus von 14,1 % bzw. 1,8 % zum Ausdruck kommt. Im Kontrast hierzu liegt in Westdeutschland der Ordereingang im Wohnungsbau bei real Plus 2,8 % und im öffentlichen Bau bei einem realen Plus von 0,4 %.

Der baugewerbliche Umsatz hat sich in den ersten 7 Monaten des laufenden Jahres um 2,7 % auf 103,3 Mrd. DM reduziert. Damit verbunden war ein weiterer Stellenabbau in der Bauindustrie. So waren Ende Juli 1999 lediglich noch 1,1 Mio. Mitarbeiter am Bau tätig, was einem Abbau von ca. 22.000 Arbeitsplätzen im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt entspricht.

Bisheriger Geschäftsverlauf des Heilit+Woerner-Konzerns in 1999

In den ersten 3 Quartalen haben wir unsere Leistung gegenüber dem Vorjahr kräftig gesteigert. In Verbindung damit und aufgrund eines im gleichen Zeitraum deutlich gesunkenen Auftragszugangs liegt der Auftragsbestand zum Stichtag ca. 10 % unter Vorjahr.

Bei diesen Zahlen muß man aber berücksichtigen, daß wir im Vorjahreszeitraum einen außerordentlich hohen Auftragszugang hatten, und daß wir derzeit bei inländischen Großprojekten mit rd. 400 Mio. DM an 1. Stelle stehen, so daß wir davon ausgehen, daß sich der Auftragszugang in den nächsten 2 Monaten wieder einpendeln wird.

Wir freuen uns, daß es uns Schritt für Schritt gelingt unser Verkehrswegebaugeschäft auch international auszuweiten. Die 2. Ausbaustufe des Flughafens Kiev ist ebenso Auftrag geworden wie ein 160 Mio. DM Auftrag des Flughafens Kloten, Zürich bei dem wir in Arbeitsgemeinschaft Flugbetriebs- und Servicestraßen herstellen.

Bei der BAB A 93 Hof-Regensburg haben wir bei einem weiteren Los den Auftrag für Bau und Finanzierung mit einem Auftragsvolumen von knapp 60 Mio. DM erhalten.

Auftragszugang (01.01.- 30.09.)

(Mio. DM) 1998 1999 Veränderung

AG 1.281 940 - 26,6 % Beteiligungen 1.545 1.347 - 12,8 % Gesamt 2.826 2.287 - 19,1 % Inland 2.358 1.944 - 17,6 % davon "Neue Bundesländer" 1.033 395 - 61,8 % Ausland 468 343 - 26,7 %

Auftragsbestand zum 30.09.

(Mio. DM) 1998 1999 Veränderung

AG 1.533 1.408 - 8,2 % Beteiligungen 2.318 2.044 - 11,8 % Gesamt 3.851 3.452 - 10,4 % Inland 2.729 2.561 - 6,2 % davon "Neue Bundesländer" 1.124 841 - 25,2 % Ausland 1.122 891 - 20,6 %

Gesamtleistung (01.01.- 30.09)

(Mio. DM) 1998 1999 Veränderung

AG 991 1.126 + 13,6 % Beteiligungen 1.406 1.483 + 5,5 % Gesamt 2.397 2.609 + 8,8 % Inland 1.889 2.154 + 14,0 % davon "Neue Bundesländer" 619 613 - 1,0 % Ausland 508 455 - 10,4 %

Hochbau 1.092 1.172 + 7,3 % Tiefbau 491 581 + 18,3 % Verkehrswegebau 676 697 + 3,1 % Sonstige 138 159 + 15,2 %

Ertrags- und Finanzlage

Unser Nordamerika-Geschäft verläuft in diesem Jahr weniger erfreulich, so daß wir wegen sich länger hinziehender Claim-Verhandlungen in unsere Bilanz eine weitere Risiko-Vorsorge einsetzen werden.

Erfreulicherweise kann diese Bilanzierung durch eine außerordentlich erfreuliche Entwicklung unseres Infrastruktursektor-Geschäftes im Inland ausgeglichen werden. Wir rechnen deshalb mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, das nur leicht unter dem Vorjahresniveau liegen wird.

Ob der Vorstand eine gegenüber dem Vorjahr leicht gekürzte Dividende vorschlagen wird, ist noch nicht entschieden.

Die Liquidität bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau und liegt zum Stichtag 30.09.1999 über dem Vorjahr.

Mitarbeiter

Zum 30.09.1999 beschäftigte Heilit+Woerner im Konzern 9.181 Mitarbeiter. Davon waren 4.727 im Inland und 4.454 im Ausland tätig.

zum 30.09. 1998 1999 Veränderung

AG 2.139 2.281 + 6,6 % Beteiligungen 6.224 6.900 + 10,9 % Gesamt 8.363 9.181 + 9,8 % Inland 4.762 4.727 - 0,7 % Ausland 3.601 4.454 + 23,7 %

Ausblick und Erwartungen

Allgemein

Führende wirtschaftswissenschaftliche Forschungsinstitute rechnen mit einem Ende der seit 1995 abnehmenden realen Bauinvestitionen. Es wird erwartet, daß die Investitionen am Bau nach dem Rückgang um 3,8 % im Jahr 1998 in diesem Jahr in der gesamtdeutschen Rechnung leicht um 0,6 % auf rd. 467 Mrd. DM und im Jahr 2000 um 0,9 % auf 471,5 Mrd. DM steigen. Dies ist allerdings viel zu wenig, um einen nennenswerten Wachstumsbeitrag zu leisten. Der gesamtwirtschaftliche Produktionsanstieg von 1,5 % in diesem und 2,4 % im kommenden Jahr -so die Prognose - wird vielmehr durch den Bau gebremst, wenn auch nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahren.

HEILIT+WOERNER

Das Inlandsgeschäft ist gekennzeichnet durch einen verschärften Wettbewerb, insbesondere durch die restriktive Haltung der Öffentlichen Hand. Die ursprünglich geplanten Bauinvestitionen in den Bereichen Bahn und Femstraßenbau sowie Sozialer Wohnungs- bau wurden drastisch zurückgenommen. Vor diesem Hintergrund rechnet Heilit+Woerner für das Jahr 2000 im Inlandsmarkt mit einem weiter anhaltenden Marktkampf, der durch ein stark schrumpfendes Marktvolumen zusätzlich angeheizt wird. Dennoch sind wir aufgrund unserer strategischen Ausrichtung und der angepaßten Strukturen zuversichtlich, unsere unternehmerischen Ziele auch in dieser schwierigen Marktlage zu erreichen. Dabei rechnen wir damit, daß in Kürze die jetzige Notwendigkeit zum Zwang werden wird, daß die öffentliche Hand nicht nur sparen, sondern auch Investitionen ankurbeln muß. Hier sehen wir in erster Linie privatfinanzierte und -betriebene Infrastrukturprojekte und stehen dafür bereit.

HEILIT+WOERNER BAU-AG Der Vorstand

Finanz-Kalender

24. Februar 2000 Aktionarsbrief zum 31.12.1999 22. Mai 2000 Aktionärsbrief zum 30.04.2000 28. Juni 2000 Hauptversammlung 20. Juli 2000 Zwischenbericht zum 30.06.2000

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