Energiewirtschaft drängt zum Einsatz der "Kyoto-Mechanismen"

Österreichische E-, Gas- und Fernwärmewirtschaft legt 3. Positionspapier in Vorbereitung der Klimakonferenz vor

PWK - Der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmen setzt sich seit Jahren ernsthaft mit der Klimaproblematik auseinander und hat gemeinsam mit dem Verband der Elektrizitätswerke Österreichs (VEÖ) sein drittes Positionspapier in Vorbereitung der Klimakonferenz (COP 5) in Bonn erstellt. Das Papier wurde am Dienstag, den 19. Oktober, vor Journalisten in Wien präsentiert und enthält eine Erklärung der Wirkungsweise der sogenannten "Kyoto-Mechanismen" sowie jene Voraussetzungen, die zu dem konkreten Einsatz der Mechanismen führen sollen. ****

Österreichische Wissenschafter haben in jüngsten Studien die Unverzichtbarkeit der Kyoto-Mechanismen zur Erreichung der hochgesteckten Reduktionsziele für die Treibhausgase - Österreich um minus 13 Prozent - betont. Insgesamt wird Österreich aus heutiger Sicht bis 2008/2012 rund 16 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermeiden müssen. Dies allein mit nationalen Maßnahmen zu bewerkstelligen halten Fachleute für unmöglich, es sei denn, der Wirtschaft und der Bevölkerung wird von der Politik ein Schock zugemutet. Die Ergebnisse der Studien zeigen klar, dass der Einsatz der Kyoto-Mechanismen neben nationalen Anstrengungen aus Sicht der Energiewirtschaft die vernünftigste Möglichkeit ist, die überaus ehrgeizige Verpflichtung zur Senkung der Treibhausgase zu erfüllen.

So wichtig die Kyoto-Mechanismen für den Erfolg im Kampf gegen den Treibhauseffekt auch sind, müssen allerdings zuerst in einem breiten nationalen Dialog geeignete rechtliche Rahmenbedingungen zu ihrem Einsatz festgelegt werden. "Die Gas- und Wärmewirtschaft ist wie bisher bereit, ihren Beitrag dazu zu leisten und hat daher gemeinsam mit der Stromwirtschaft unabhängige Experten mit den erwähnten Studien beauftragt, um eine breite wissenschaftliche Auseinandersetzung sicherzustellen", erklärte Anton Wischinka, stv. Vorsteher des Fachverbandes Gas & Wärme.

Die Wissenschafter erarbeiteten bereits eine Reihe wichtiger Denkanstöße:

- So sollen beispielsweise die Rahmenbedingungen frühzeitig festgelegt werden, damit Anreize für die Teilnahme der Industrie an Projekten im Rahmen der Kyoto-Mechanismen geschaffen werden.

- Die Entwicklungsländer sollen so gut wie möglich in den Reduktionsprozess eingebunden werden, da diese in Zukunft die größten Emissionszuwächse haben werden.

- Der Emissionshandel auf europäischer und internationaler Ebene soll frei durchgeführt werden können, denn gerade Staaten wie Österreich, wo die Kosten für die Senkung der Emissionen vergleichsweise hoch sind, können vom internationalen Handel mit Emissionszertifikaten profitieren.

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