Holender: "FPÖ-Regierungsbeteiligung brächte enormen Schaden" Auch Rückgang auswärtiger Besucher erwartet

Wien (OTS) - Ioan Holender, Direktor der Wiener Staatsoper, wendet sich in der morgen erscheinenden Ausgabe des Wochenmagazins NEWS gegen eine Regierungsbeteiligung der FPÖ. Für diesen Fall, so Holender, erwarte er enormen Schaden in einer globalisierten Welt, u. a. einen Rückgang auswärtiger Touristen, deren Fehlen sich auf den Besuch der Staatsoper auswirken würde.

Holender, der am 23. Oktober Halévys Oper "Die Jüdin" mit dem bedeutenden jüdischen Tenor Neil Shicoff herausbringt: "Die derzeitige Beschäftigungspolitik gestattet uns, auch die männliche Hauptrolle nach rein künstlerischen Gesichtspunkten zu besetzen, obwohl ein Politiker dieses Landes die Beschäftigungspolitik, die diese Besetzung ausschließen würde, als ordentlich bezeichnet hat. Hätte diese Beschäftigungspolitik noch ein paar Jahre länger gehalten, stünde Österreich mangels Juden heute nicht im Vorwurf des Antisemitismus."

Holender auf die Frage, ob er bereit wäre, einem Expertenkabinett anzugehören: "Keiner hat mich gefragt, aber man weiß, daß ich politisch interessiert bin. Ob das Interesse gerade die Kulturpolitik betrifft, sei dahingestellt."

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