Einer, der nie Mundart sprach ...

Trattenbach dokumentiert seinen Volksschullehrer Wittgenstein

St.Pölten (NLK) - Von 1920 bis 1922 lebte der später als Philosoph bekannt gewordene Ludwig Wittgenstein in Trattenbach im Bezirk Neunkirchen. In jenem Haus, in dem Wittgenstein als Volksschullehrer zuerst wohnte, wird eine Wittgenstein-Dokumentation eröffnet. Das Haus wurde 1838 erbaut, ist als "Schachnerstüberl" bekannt und steht unter Denkmalschutz. Am kommenden Samstag, 23. Oktober, wird die mit Hilfe der Abteilung Kultur und Wissenschaft des Amtes der NÖ Landesregierung errichtete Dokumentation ihrer Bestimmung übergeben.

Die Wittgenstein-Dauerausstellung enthält einige Erinnerungsstücke wie beispielsweise das von Wittgenstein selbst entworfene Bett aus Cambridge, ist aber eigentlich keine Schausammlung mit der Hinterlassenschaft des Philosophen, sondern eine Schau über Wittgenstein und Trattenbach. Der Fragestellung wurde nachgegangen, was der Ort zur Zeit Wittgensteins und zu anderen Zeiten präsentierte und wie das Leben dort ablief. Man kann nachvollziehen, welcher Fremdkörper Wittgenstein zunächst in den kleinem Ort gewesen sein muß, ein "Vornehmer unter den Armen", ein "Gelehrter unter den Bauern und Arbeitern", jemand, der nie Mundart sprach, kaum ins Wirtshaus und in die Kirche ging, der nicht grüßte und daher auf die Leute einen kuriosen Eindruck machte. Die Wittgenstein-Dokumentation ist somit vorwiegend eine Schau über Trattenbach zur Zeit Wittgensteins und bietet neben vielem anderen einige zeitgenössische Ansichten des Ortes.

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