Bauer: Niederösterreich konzipiert sein zweites "Ramsar-Gebiet"

NÖ Landesregierung nominierte heute Feuchtgebiete im Bezirk Gmünd

St. Pölten (SPI) - Am 2. Februar 1971 wurde in Ramsar (Iran) ein Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel von internationaler Bedeutung, getroffen. Österreich ist neben mehr als 100 Staaten dieser Konvention beigetreten und hatte vor Nennung des Waldviertels 9 sogenannte "Ramsar-Gebiete". Nur eines von diesen neun Gebieten ist bis dato mit den Donau-March-Auen in Niederösterreich beheimatet gewesen. "Die noch verbliebenen Feuchtgebiete sind nicht nur schützende Lebensräume für zahlreiche Wasser- und Watvögeln, sondern nehmen auch einen hohen Stellenwert als Naherholungsgebiet für die Bevölkerung ein", betont der in NÖ für Naturschutz zuständige Landesrat, Dr. Hannes Bauer, die Wichtigkeit von Ramsar-Gebieten.****

Am heutigen Tag hat die NÖ Landesregierung den Beschluss gefasst, die "Teich-, Moor- und Flusslandschaft Waldviertel" für die Aufnahme in die Liste der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung zu nominieren. Dieses Feuchtgebiet erstreckt sich im Nordwesten des Waldviertels - genauer gesagt im Bezirk Gmünd und grenzt an zwei bereits bestehende tschechische Ramsar-Gebiete, die ihrerseits bereits 1990 bzw. 1993 nominiert wurden. Die "Teich-, Moor- und Flusslandschaft Waldviertel" steht somit schon lange mit den tschechischen Gebieten "Fischteiche Trebon" und "Moore Trebon" im ökologischen Einklang. "Die Nominierung des niederösterreichischen Feuchtgebietes bedeutet eine Erweiterung des grenzüberschreitenden Schutzgebietes um 13.000 Hektar. Ziel der Ramsar-Konvention ist es einerseits die Feuchtgebiete in ihrer ursprünglichen Art und Weise für die vielen Pflanzen und Tiere zu erhalten und andererseits eine nachhaltige Nutzung des Gebietes durch den Menschen zu ermöglichen", freut sich Naturschutzlandesrat Bauer über die Nominierung des zweiten Gebietes in Niederösterreich und über die gelungene Symbiose des Naturschutzgedankens mit Bereichen der Erholung und einer besonders ökologiebewussten Bewirtschaftung.
(Schluss) sa/fa

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