Gewürzfirmen durch hohe Rohstoffpreise stark unter Druck

Pfefferpreis auch weiterhin auf sehr hohem Niveau - Rohstoffpreise und Personalkosten steigen kontinuierlich

PWK - Die österreichischen Gewürzfirmen stehen unter starkem Kostendruck, der vor allem aus den hohen und weiter steigenden Rohstoffpreisen resultiert. Wie der Verband der Gewürzindustrie in einer Aussendung bekannt gibt, bewegt sich der Pfefferpreis - die sogenannte Leitwährung der Gewürzwelt - seit drei Jahren auf ausgesprochen hohem Niveau. "Die erhoffte Marktentlastung ist nicht eingetreten, denn weltweit liegt die Nachfrage über dem Angebot. Daran wird sich auch in nächster Zeit nichts ändern." ****

Indonesien als größter Pfefferexporteur schätzt den Export von schwarzem Pfeffer heuer auf rund 9.000 Tonnen. 1998 waren es noch 23.500 Tonnen. Ungünstige Wetterverhältnisse und politische Unruhen zeichnen dafür verantwortlich. Die Vorräte in Malaysia, China und Brasilien reichen nicht aus, um die Nachfrage zu befriedigen.

Doch auch bei anderen Gewürzen ist die Rohstoffsituation durchwegs gespannt. "So sind bei Muskat aufgrund geringer Ernteausbeute - bei gleichzeitig guter Qualität - Preissteigerungen von 100 bis 300 Prozent zu verzeichnen", meldet der Gewürzverband. Der Preis für Nelken ist durch ein äußerst knappes Angebot förmlich explodiert und auch bei Piment führten schlechte Ernten in Guatemala, Jamaika und Mexiko zu Preissteigerungen um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für den in Österreich traditionell beliebten ungarischen Paprika wird durch Überschwemmungen im Anbaugebiet außerdem für heuer ein gravierender Ernteausfall befürchtet.

Während die Rohstoffpreise also in die Höhe schießen ist die österreichische Gewürzindustrie bereits seit Jahren auch mit um 2 bis 3 Prozent jährlich ansteigenden Personalkosten konfrontiert. Die Verpackungsmaterialen wurden ebenfalls - seit 1997 um 10 Prozent -teurer. Zusätzlich schlagen die zur Gewährleistung des hohen Sicherheitsstandards noch verstärkten betrieblichen Warenkontrollen, die auch eine Intensivierung der Laboruntersuchungen beinhalten, zu Buche, so der Verband weiter.

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